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Informationen speziell für Psoriasis Patienten*innen

Was bedeutet das Coronavirus in Bezug auf Ihre Psoriasis?

Antworten auf diese Frage finden Sie auf der Seite des Psoriasis-Netz, und im Bereich „Aktuelles“ des Deutschen Psoriasis Bund e.V. und der Rheuma-Liga. Unter anderem geht es hier um Verhaltenstipps, Hygieneempfehlungen und spezielle Therapiehinweise.

Für Fragen zu Ihrer konkreten Therapie in Zeiten von Covid-19 sollten Sie sich an Ihren behandelnden Arzt bzw. Ärztin wenden oder in dringenden Fällen den Bereitschaftsdienst, unter der Telefonnummer 116 117, anrufen.

Gerade ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sollten sich derzeit besonders schützen und soviel wie möglich zuhause bleiben oder die Wohnung nur verlassen, wenn es unbedingt notwendig ist. Wie stellt man also sicher, dass die Behandlung weitergeht?

Der Kontakt zu Arzt oder Apotheke.

Wenn Sie gerade ein neues Rezept brauchen, rufen Sie am besten zunächst bei Ihrem Arzt an. Gemeinsam mit der Praxis finden Sie bestimmt eine Lösung, wie Sie an Ihr Rezept kommen – auch ohne persönlich vor Ort sein zu müssen. Eventuell kann es zum Beispiel per Post versendet oder durch einen Boten abgeholt werden.

Das Gleiche gilt für das Einlösen des Rezepts: Rufen Sie bei Ihrer Apotheke an. Dort wird man gemeinsam mit Ihnen einen Weg finden, wie Sie schnellstmöglich an Ihr Medikament kommen. Wenn möglich können Sie es sich einfach direkt nach Hause liefern lassen.

 

Frühzeitige Planung ist wichtig.

Prüfen Sie am besten regelmäßig Ihre Bestände an benötigten Medikamenten und wie lange diese noch reichen. Oder ist bald eine Arztvisite für zum Beispiel eine Injektion fällig? Durch die derzeitige Situation sind viele Arztpraxen überlastet und zeitweise leider nur schwer zu erreichen. Das führt unter Umständen zu längeren Wartezeiten. Mit ein wenig Vorausplanung können Sie Ihre Versorgung aber selbst in dieser schwierigen Zeit ohne Probleme sicherstellen.

Haben Sie keine Angst, um Hilfe zu bitten.

Menschen, die der Risikogruppe angehören, müssen derzeit besonders auf sich achtgeben und sollten soziale Kontakte sowie unnötige Wege reduzieren. Wer sonst ein selbstbestimmtes Leben führt, dem wird es wahrscheinlich schwerfallen, andere um Hilfe zu bitten. Tun Sie es trotzdem! Sie werden sehen: Ihre Nachbarn, Familie oder Freunde helfen Ihnen bestimmt gerne.

 

Infektionsschutzrichtlinien, wenn Sie doch vor die Tür müssen.

Sollte es doch einmal nötig sein, dass Sie Ihr Zuhause verlassen, halten Sie sich unbedingt an folgende Regeln:

  1. Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig und mindestens 20 Sekunden mit Seife.
  2. Halten Sie mindestens 1,50 m Abstand von anderen Menschen
  3. Fassen Sie wenn möglich nichts an und vermeiden Sie Berührungen.
  4. Desinfizieren Sie Ihre Hände, wenn Händewaschen nicht möglich ist.

Es sind unruhige Zeiten. Aber Sie werden feststellen: Ihre medizinische Versorgung oder Behandlung müssen nicht darunter leiden.

 

Unter folgenden Links finden Sie Grundlagen und tagesaktuelle News zum Thema Coronavirus

Die Webseite der Bundesregierung:

Hier finden Sie vor allem grundlegende Informationen zum Thema Coronavirus. Dazu gehören unter anderem auch Informationen für Arbeitnehmer/innen, Erkrankte, Reisende & Pendler und die wichtigsten Telefonnummern.

Die Seiten des Bundesgesundheitsministerium:

Das Bundesgesundheitsministerium hat auf der Seite zusammengegencorona.de ebenfalls Basisinformationen einfach und übersichtlich zusammengefasst. Möchten Sie zum Beispiel etwas über das Coronavirus selbst, die Verbreitung oder die Prävention wissen, dann sind Sie hier richtig. Außerdem finden Sie dort täglich die aktuellen News.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Auf der Seite infektionsschutz.de erhalten Sie aktuelles und fachlich gesichertes Wissen rund um das Coronavirus. Außerdem sind hier die wichtigsten Hygienetipps und Verhaltensregeln aufgeführt. Alle Meldungen werden regelmäßig überprüft, angepasst und ergänzt.

Das Robert-Koch-Institut & John Hopkins University

Wer mehr über die Ausbreitung wissen möchte kann die Seite des Robert Koch-Instituts, kurz RKI, besuchen. Das RKI erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Die Seite der John Hopkins University ist die richtige Anlaufstelle um die weltweiten Infektionszahlen und globale Ausbreitung zu erfahren.


Ernährung PSA

Ausgewogen und bewusst genießen1-4

Die richtige Ernährung bei Psoriasis-Arthritis gibt Ihnen neben Sport und Bewegung eine weitere Möglichkeit, die Therapie Ihrer Erkrankung ganz bewusst zu unterstützen.

Doch was versteht man unter „richtiger Ernährung“? Eine einfache Antwort, die für jeden passt, gibt es darauf nicht. Vielmehr geht es darum, Ihren Speiseplan bewusst mit einer gesunden, ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung zu gestalten.

Für Ihre Psoriasis-Arthritis sollten sich die Nährstoffe im Essen auch positiv auf die Entzündungen der Gelenke auswirken. Tatsächlich gibt es Lebensmittel, die entzündungshemmende Eigenschaften haben und somit Ihr Krankheitsbild verbessern können. In der folgenden Übersicht sehen Sie, welche Lebensmittel reich an welchen Nährstoffen sind:

Omega-3-Fettsäuren

  • Fisch aus anerkannt nachhaltiger Herkunft, z. B. Lachs, Makrele, Hering
  • Pflanzliche Öle, z. B. Rapsöl, Walnussöl, Sojaöl

Antioxidantien:

Carotinoide

  • Eier
  • Gemüse, z. B. Karotten, Tomaten, Paprika, Spinat, Grünkohl
  • Obst, z. B. Aprikosen, Melonen

Vitamin C

  • Paprika, grünes Gemüse, Erdbeeren, etc.

Vitamin E

  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Gemüse, z. B. Paprika, Zucchini, Tomaten
  • Fette und Öle, z. B. Olivenöl, Rapsöl

Polyphenolische Antioxidantien
(Resveratol und Flavonoide)

  • Tee, Tofu, Oregano, Zimt, etc.

Grundsätzlich versorgen Sie Obst und Gemüse reichlich mit Nährstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen – hier gilt die Regel „5 am Tag“. Davon sollten 3 Portionen Gemüse sein und 2 Obst. 1 Portion entspricht dabei etwa Ihrer eigenen Hand.

Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Käse liefern:

  • gut verfügbares Protein,
  • Vitamin B2,
  • Calcium.

Besonders eine ausreichende Zufuhr von Calcium ist für Psoriasis-Arthritis und Psoriasis (Schuppenflechte) – Patienten besonders wichtig. Falls Sie Milchprodukte nicht vertragen oder vegan leben, sollten Sie auf alternative Calciumlieferanten zurückgreifen wie z. B. calciumreiches Mineralwasser oder Gemüse wie Brokkoli und Grünkohl. Auch Nüsse versorgen Sie mit viel wertvollem Calcium.

Getreideprodukte sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der vollwertigen Ernährung. Speziell in der Vollkornvariante enthalten sie mehr Nährstoffe als Weißmehlprodukte und sind reich an

  • Ballaststoffen,
  • Vitaminen und
  • Mineralstoffen.

Eiweißlieferanten wie Fleisch und Eier enthalten zwar lebensnotwendige Mineralstoffe (Eisen, Selen und Zink) und wertvolle Fettsäuren, dennoch empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. einen zurückhaltenden Verzehr. Denn Fleisch und insbesondere Wurst enthalten auch ungünstige Inhaltsstoffe, wie etwa entzündungsfördernde Arachidonsäure.

Auch übermäßiges eigenes Körperfett, v. a. am Bauch, triggert Entzündungsprozesse und übt zusätzlichen Druck auf schmerzende Gelenke aus. So können Beschwerden oftmals schon durch Gewichtsreduktion gelindert werden.

Zuckergesüßte Lebensmittel sind meist nährstoffarm und enthalten unnötige Kalorien. Daher sollten Sie Zucker möglichst vermeiden oder nur in geringen Maßen genießen. Versuchen Sie doch mal, Ihren täglichen Kaffee oder Tee mit weniger Zucker zu süßen – verringern Sie die Menge jeden Tag ein bisschen. Sie werden sehen: Ihr Geschmackssinn wird sich daran gewöhnen und Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Vergessen Sie auch nicht ausreichend zu trinken: jeden Tag mindestens 1,5 Liter Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee.

Führen Sie ein Ernährungstagebuch

Welche Lebensmittel tun mir gut und auf welche reagiere ich mit einer Verschlechterung meiner Symptome? Beantworten Sie sich diese Frage ganz einfach mit Ihrem persönlichen Ernährungstagebuch.


Sport & Bewegung PSA

Wer rastet, der rostet1

… dieses Motto gilt auch für Sie als PsA-Patient. Regelmäßige Bewegung und Sport bei Psoriasis-Arthritis leisten einen wichtigen Beitrag zur Linderung Ihrer Symptome.

Hier nur einige wichtige Gründe, warum Bewegung trotz beziehungsweise gerade wegen der Erkrankung so wichtig ist:

  • Entlastung Ihrer Gelenke durch gezielten Muskelaufbau
  • Entlastung Ihrer Gelenke durch Gewichtsreduktion
  • Bewegung baut Stress ab und verbessert das Immunsystem
  • Vorbeugung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen
  • Positive Auswirkungen auf die Psyche

Sie fragen sich, welcher Sport bei Psoriasis-Arthritis geeignet ist? Das kommt neben Ihren persönlichen Vorlieben auch auf Ihre momentane Krankheitsaktivität an. Die Bewegung sollte Ihnen einfach guttun und Spaß machen, auf keinen Fall zusätzlich Schmerzen bereiten. Sind gerade viele Gelenke entzündet und schmerzen, empfehlen Rheumatologen etwa eine Bewegungstherapie im Wasser. Diese schont die Gelenke und sorgt trotzdem für gesunde Bewegung.

Allgemein eignen sich Sportarten mit langsamen Bewegungsabläufen, wie z. B.

  • Nordic Walking
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Yoga

Dabei sollten die Belastungen kurz aber regelmäßig sein. Mit der Zeit können Sie so die Beweglichkeit Ihrer Gelenke verbessern und Schmerzen verringern.

Wenn Sie sich körperlich belastbar fühlen und gerade nur einzelne Gelenke betroffen sind (z. B. ein Fingergelenk), können Sie mit der nötigen Vorsicht auch andere Sportarten ausüben (z. B. Joggen, Fußball oder Badminton spielen).

Falls Sie jedoch zusätzlich an einer Psoriasis der Haut (Schuppenflechte) leiden, sollten Sie bei starker Ausprägung übermäßige Schweißbildung vermeiden.

Mit der Zeit lernen Sie Ihren Körper immer besser kennen und können gut beurteilen, was Ihrem Körper guttut und was nicht. Bei Fragen und Bedenken ist Ihr behandelnder Arzt immer Ihr richtiger Ansprechpartner.

Hier noch einige Tipps, wie Sie in Ihren Alltag ganz einfach mehr Bewegung einbauen können:

  • Fahren Sie mit dem Rad zur Arbeit oder gehen Sie
  • Gehen Sie in der Mittagspause eine Runde spazieren
  • Nehmen Sie die Treppe, anstatt die Rolltreppe oder den Fahrstuhl
  • Erledigen Sie Ihre Einkäufe zu Fuß oder mit dem Rad und lassen Sie das Auto in der Garage

Psoriasis-Arthritis & Psyche PSA

Streicheleinheiten für die Seele1-3

Psyche und Psoriasis-Arthritis wirken aufeinander ein. Die Erkrankung kann selbst ohne stärkere Beschwerden eine Belastung für die Psyche darstellen. Bei Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, die den Alltag erschweren und behindern, oder bei offensichtlicher Hautbeteiligungen im Gesicht oder an den Händen, wird diese Belastung weiter verstärkt. Dieser sogenannte psychische Stress spielt bei der Psoriasis-Arthritis, sowie der Psoriasis der Haut (Schuppenflechte) eine große Rolle und kann oftmals Auslöser eines erneuten Krankheitsschubes sein.

Ein erneutes Aufflammen der Beschwerden bedeutet wiederum psychischen Stress – ein Teufelskreis, aus dem es auszubrechen gilt. Aber wie, wenn sich alles um die Erkrankung dreht?

 

Tun Sie aktiv etwas gegen psychischen Stress!

Sport und Bewegung gehören zu den wichtigsten Hilfsmitteln gegen psychischen Stress und sind leicht in den Alltag zu integrieren. Bewegung baut Stresshormone ab und setzt Glückshormone frei. Sollten Sie momentan an stärkeren Schmerzen in den Gelenken leiden, empfehlen sich Aktivitäten mit langsamen Bewegungsabläufen – am besten an der frischen Luft (z. B. Spazieren gehen oder Radfahren).

Entspannung baut Stress ab und Sie können Ihre Seele baumeln lassen. Jeder hat seine eigenen Entspannungsrituale – hier einige Beispiele wirksamer Methoden:

  • progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson
  • Meditation
  • Autogenes Training


Achten Sie zudem auf ausreichenden und erholsamen Schlaf.

Es gibt eine Reihe kostenloser Apps, die zur Entspannung im Alltag wesentlich beitragen bzw. auch das abendliche Einschlafen erleichtern können.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Psyche unter Psoriasis-Arthritis leidet und die Erkrankung beginnt, Ihr Leben und Ihren Alltag zu bestimmen, sollten Sie unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt darüber sprechen. Nutzen Sie als Hilfsmittel den PHQ-2-Fragebogen (Patient Health Questionnaire-2) und beantworten Sie darin Fragen zu Ihrem derzeitigen Befinden. Ihre Selbsteinschätzung kann Ihrem Arzt helfen, Ihre Beschwerden besser zu verstehen und Sie dabei zu unterstützen einer depressiven Verstimmung entgegenzuwirken. Nutzen Sie auch unseren interaktiven Patientenfragebogen, der Sie optimal auf das Arztgespräch vorbereitet.

Für weitere Hilfe sollten Sie ggf. eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen.

Zusätzlich kann es Ihnen helfen sich in Selbsthilfegruppen mit anderen Betroffenen austauschen. Oftmals reicht auch bereits ein Austausch unter Freunden, um das Selbstbewusstsein wieder zu stärken.


Reisen PSA

Reisen mit Psoriasis-Arthritis:
einem Traumurlaub steht nichts im Wege
1,2

Sommer, Sonne, Strand und Palmen – oder doch lieber ein Aktivurlaub in den Alpen? Ihnen stehen auch mit Psoriasis-Arthritis viele Reisemöglichkeiten zur Verfügung. Die Entscheidung kann allerdings von Ihrer Krankheitsaktivität beeinflusst werden, denn manche Urlaubsziele eignen sich bei starken Symptomen besser als andere.

Das ideale Reiseziel für Psoriasis-Arthritis-Patienten mit oder ohne Beteiligung der Haut, sollte ein warmes und trockenes Klima haben und eine stabile Wetterlage. Wärme, Sonne und Salzwasser können sich dabei positiv auf Ihre Gelenke und die betroffenen Hautstellen auswirken. Das relativ raue Klima der Nordsee und des Nordatlantiks kann sich bei Patienten mit Gelenkerkrankungen im Allgemeinen negativ auswirken und Beschwerden fördern.

Um Stress zu vermeiden – der sich wiederum negativ auf Ihre Erkrankung auswirkt – sollten Sie gut vorbereitet in Ihren Traumurlaub starten. Im Folgenden finden Sie einige wertvolle Tipps zur Vorbereitung:

  • Besprechen Sie Ihre Urlaubspläne mit Ihrem behandelnden Arzt
  • Schließen Sie eine Reiseversicherung ab
  • Falls Sie eine Schutzimpfung benötigen: Reiseschutzimpfungen basieren teilweise aus abgeschwächten Lebendimpfstoffen, die unter Umständen nicht bei Anwendung einer systemischen Behandlung erfolgen dürfen. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt bevor Sie eine Fernreise buchen
  • Denken Sie rechtzeitig an die Verschreibung ausreichender Medikamente
  • Manche Medikamente haben besondere Lagerungsvorschriften und müssen z. B. kontinuierlich gekühlt werden
  • Nehmen Sie stets Ihre Krankenversicherungskarte mit
  • Lassen Sie sich vor Flugreisen von Ihrem Arzt eine schriftliche Bescheinigung für den Zoll bzw. Flughafensicherheit auf Englisch ausstellen, die besagt, dass sie die Spritzen im Handgepäck mitführen dürfen
  • Auch ein Medikamentenplan mit den wichtigsten Informationen über Ihre Medikamente auf Englisch kann für den Notfall wichtig sein
  • Denken Sie an Sonnenschutzmittel und Kopfbedeckung
  • Informieren Sie sich ggf. über barrierefreie Zimmer oder das Vorhandensein von Fahrstühlen in der Unterkunft

Am wichtigsten ist, dass Sie Ihre Reise genießen! Sie tun mit einer Auszeit nicht nur Ihrem Körper, sondern auch Ihrer Psyche etwas Gutes.


Beruf PSA

Meine PsA im Beruf: was muss ich beachten?1,2

Konnten Sie Ihre Erkrankung bereits erfolgreich in den Alltag zu Hause integrieren? Dann ist der erste Schritt getan. Nun gilt es, mit der Psoriasis- Arthritis auch im Berufsalltag richtig umzugehen. Dies stellt viele Patienten nach der Diagnose vor einige Herausforderungen und wirft Fragen auf:

  • Muss ich meine Vorgesetzten über meine Erkrankung informieren?
  • Soll ich mit meinen Kollegen sprechen?
  • Kann ich meinen Beruf weiterhin ausführen?
  • Welche Einschränkungen stehen mir bevor?

Ob Sie offen mit Ihrem Arbeitgeber und mit Kollegen über Ihre Psoriasis-Arthritis sprechen, liegt ganz in Ihrer Entscheidung. Sie sind nicht dazu verpflichtet – auch nicht auf Nachfrage. Oft schafft ein Gespräch allerdings ein besseres Verständnis, erleichtert die Zusammenarbeit und kann so Ihr persönliches Stresslevel reduzieren. Sie könnten vorher mit Angehörigen eine solche Unterhaltung durchspielen – das gibt mehr Sicherheit. Wenn Sie wegen der Psoriasis-Arthritis Ihrer bisherigen Tätigkeit nicht mehr nachgehen können (z. B. aufgrund starker Schmerzen bei der Ausführung) oder der Arbeit aufgrund starker Beschwerden häufig fernbleiben müssen, kann es auch unumgänglich sein dem Arbeitgeber Ihre Erkrankung mitzueilen.

Sie haben die Diagnose Psoriasis-Arthritis vor Ihren Eintritt in die Berufswelt erhalten? Oder Sie überlegen, Ihren derzeitigen Beruf zu wechseln? Lassen Sie sich Ihre beruflichen Träume nicht von Ihrer Erkrankung verderben. In vielen Berufen kann der Arbeitsalltag erleichtert werden, z. B. durch ergonomische Bürostühle oder spezielle Tastaturen. Ein Austausch mit anderen Betroffenen durch Selbsthilfegruppen oder Foren kann Ihnen auch helfen, Klarheit über die Ausübung Ihres Traumberufs trotz der Diagnose Psoriasis-Arthritis zu erhalten. Vielleicht gibt es ja die ein oder andere Person, die Ihren Traumberuf trotz Psoriasis-Arthritis ausübt und berichten kann.

Leiden Sie zusätzlich an einer Psoriasis (Schuppenflechte) der Haut? Dann sollten Sie bei der Ausübung von bestimmten Tätigkeiten v.a. auf ausreichend Hautschutz achten und den Umgang mit Chemikalien und Feuchtigkeit vermeiden.


Partnerschaft & Liebe PSA

Offenheit und Vertrauen1-4

In Bezug auf Liebe und Partnerschaft bei Psoriasis-Arthritis sollten Sie lernen, offen mit den Personen zu sprechen die Ihnen nahestehen.Dadurch ist die Basis für einen vertrauensvollen Umgang in der Partnerschaft geschaffen und Sie geben Ihrem Partner auch die Chance, Ihre Situation besser zu verstehen.

Eingeschränkte Sexualität kann die Lebensqualität verringern

Bei hoher Krankheitsaktivität sind oft auch leichte Bewegungen schmerzhaft. Sexualität ist für viele Betroffene dann kaum noch möglich. Wenn außerdem Ihre Haut beteiligt ist, stellen entzündete Bereiche, z. B. im Intimbereich, eine zusätzliche Belastung dar. Aber auch das Schamgefühl und die Angst vor dem Unverständnis des Partners können dazu führen, dass Betroffene Sexualität vermeiden. Dies alles kann zu einer starken Beeinträchtigung Ihrer Lebensqualität führen. Daher ist es wichtig, dass Sie offen mit Ihrem Partner oder einer anderen, Ihnen nahestehenden Person, über Ihre Gefühle reden.

Auch wenn es Ihnen vielleicht schwerfällt, sollten Sie zusätzlich mit Ihrem behandelnden Arzt das Gespräch suchen (Mein persönliches Arztgespräch), um die Verbesserung Ihrer Lebensqualität zu einem Ziel Ihrer Behandlung machen (Therapieziele).

Wenn Sie in keiner Partnerschaft sind, kann Ihnen auch eine feste Umarmung von Freunden oder der Familie dabei helfen, wieder Kraft zu tanken. Sprechen Sie mit Ihren Liebsten offen über Ihre Psoriasis-Arthritis und holen Sie sich Stärkung für Ihr Selbstwertgefühl.


Mein persönliches Arztgespräch PSA

Auf gute Vorbereitung kommt es an1,2

Ein gutes Arztgespräch ist der erste Schritt für eine erfolgreiche Therapie Ihrer Psoriasis-Arthritis. Dabei muss sich Ihr Arzt in sehr kurzer Zeit ein möglichst genaues Bild von Ihrer Situation machen. Als Betroffener kennen Sie Ihren Körper und Ihre Bedürfnisse am besten. Mit einer guten Vorbereitung auf das Gespräch können Sie Ihren Arzt aktiv unterstützen, die bestmögliche Therapie für Sie finden.

Sollten Sie das erste Mal zu einem Rheumatologen gehen, ist es wichtig, dass Sie ihm möglichst detailliert von allen Symptomen erzählen. Ihrem Arzt fällt es dadurch leichter, die bei Ihnen vorliegende Krankheit richtig zu erkennen. Oftmals haben auf den ersten Blick die vielen rheumatischen Erkrankungen ähnliche Symptome. Es gibt verschiedene entzündlich-rheumatische Erkrankungen, die sich in ihrer Behandlung unterscheiden.

Falls Sie bereits an Psoriasis (Schuppenflechte) erkrankt sind und Veränderungen bzw. Schmerzen an Ihren Gelenken bemerken, sprechen Sie Ihren behandelnden Dermatologen darauf an.

  • Informieren Sie ihn auch, wenn sich Ihre Psoriasis verändert haben sollte. Eine Psoriasis an den Nägeln oder der Kopfhaut kann zum Beispiel auf eine beginnende Psoriasis-Arthritis hindeuten.
  • Fragen Sie nach, ob sich Ihre derzeitige Therapie auch auf eine mögliche Psoriasis-Arthritis auswirkt.

Ein Rheumatologe, als Spezialist für entzündliche Erkrankungen der Gelenke, sollte aber für die Diagnose und weitere Behandlung hinzugezogen werden. Dieser wird Ihnen, als Spezialist für entzündliche Erkrankungen der Gelenke, bei der Therapiefindung zur Seite stehen und auch Ihre bestehende Psoriasis berücksichtigen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Behandlung, die sich sowohl auf Ihre Psoriasis-Arthritis als auch die Psoriasis auswirken. Falls Sie bisher keine Hautbeteiligung hatten und zum ersten Mal Gelenkveränderungen bzw. Schmerzen verspüren, suchen Sie direkt einen Rheumatologen auf bzw. lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt untersuchen und zu einem Facharzt überweisen.

Einige Ärzte und Kliniken sind auch auf Psoriasis/Psoriasis-Arthritis-Patienten spezialisiert.


Ursachen der Psoriasis-Arthritis PSA

Wenn das Immunsystem die Gelenke angreift1-3

Die Ursachen der Psoriasis-Arthritis sind bis heute nicht abschließend geklärt. Psoriasis-Arthritis ist eine chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung (Arthritis = Gelenkentzündung). Wie auch bei einer Psoriasis (Schuppenflechte) der Haut, geht man von einer genetischen Veranlagung und dem Zusammenspiel mit bestimmten Auslösefaktoren aus, sogenannten „Triggern“. Ursachen der Psoriasis-Arthritis sind zum Beispiel:

  • Infektionen durch Viren oder Bakterien
  • Hormonumstellungen
  • Allergien
  • Medikamente
  • psychischer Stress

Neben den Gelenken können auch die Haut, Nägel und, in selteneren Fällen, die inneren Organe betroffen sein.

Psoriasis-Arthritis gehört zu den rheumatischen Autoimmunkrankheiten. Bei einer Autoimmunerkrankung greift das Immunsystem körpereigene Zellen an und zerstört diese. Bei Psoriasis-Arthritis werden vor allem Zellen der Gelenke und Sehnen durch entzündungsfördernde Botenstoffe angegriffen, entzünden sich dauerhaft und führen so zu Schäden und Schmerzen.

Am häufigsten tritt die Erkrankung der Gelenke einige Jahre nach Beginn einer Psoriasis der Haut auf. Bei ungefähr einem Drittel der Psoriasis- Patienten ist dies der Fall. Die Erkrankung der Gelenke kann aber auch zeitgleich oder, in seltenen Fällen, ohne eine Beteiligung der Haut auftreten.

Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen und die Beschwerden beginnen meist im Alter zwischen 35 und 55 Jahren.

Typischerweise verläuft die Psoriasis-Arthritis in Schüben; d. h. es gibt Zeiten mit starken Symptomen, und Zeiten, in denen Patienten, bei denen noch keine dauerhaften Schäden vorhanden sind, fast beschwerdefrei und kaum eingeschränkt sind.


Fortschreitende Entzündung im Gelenk

Abbildung modifiziert nach Gottlieb A, et al.4

 

Bei einer Psoriasis-Arthritis werden entzündungsfördernde Botenstoffe ausgeschüttet und sorgen zu Beginn für eine Entzündung der Gelenkinnenhaut (Synovialis), die sich dann weiter im Gelenk und anliegenden Sehnen und Bändern ausbreitet und zu einer Zerstörung von Knorpel und Knochen führen kann.


Broschüren und Gebrauchsinformation Otezla®

Hier finden Sie die Gebrauchsinformation von Otezla® und hilfreiche Broschüren rund um die Themen Psoriasis und Psoriasis-Arthritis – diese können sie einfach herunterladen. Umfangreiche Informationen und Tipps sollen Sie dabei unterstützen, Ihre Erkrankung besser zu verstehen und leichter mit ihr umgehen zu können.


Hautpflege PSO

Alles was der Haut gut tut1-5

Eine ausreichende Hautpflege bei Psoriasis (Schuppenflechte) ist besonders wichtig um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen. Die Haut von Psoriasis-Patienten ist besonders trocken und evtl. auch von Juckreiz geplagt. Die Hautpflege zusätzlich zur Behandlung bildet eine äußerst wichtige Basis, nicht zuletzt um erscheinungsfreie Zeiten zu verlängern und den guten Zustand der Haut zu stabilisieren.

Grundsätzlich ist es ratsam pH-hautneutrale Kosmetik zu verwenden, da diese in der Regel weniger Duft- oder Konservierungsstoffe enthält. Diese Inhaltsstoffe können die Haut zusätzlich reizen. Nach einer milden Hautreinigung (z. B. mit Kern- oder Olivenölseife), ist es empfehlenswert, wenn Sie zum anschließenden Cremen eine Hautpflege mit hohem Fettanteil und/oder feuchtigkeitsbindenden Inhaltsstoffen wie Urea (Harnstoff) oder Hyaluronsäure verwenden.


Tipps für Hautpflege bei Psoriasis:

  • Eine Hautpflege mit Substanzen wie Glycerin, Kollagen und Vitamin E kann bei der Rückfettung der Haut unterstützen.
  • Um die Haut vor zusätzlicher Austrocknung zu schützen, sollte beim Waschen, Duschen oder Baden das Wasser lauwarm, d. h. nicht wärmer als 35 °C, sein und Sie sollten die Badezeiten kurz halten.
  • Wenn Sie anschließend das Wasser vom Körper nur vorsichtig abtupfen anstatt zu rubbeln oder reiben, wird Ihre Haut noch weniger gereizt.
  • Eine locker sitzende Kleidung, die nicht reibt und aus natürlichen Materialien besteht, kann Ihnen zusätzlich Wohlbefinden verschaffen. Baumwolle z. B. kann sehr gut Feuchtigkeit aufnehmen und so die Haut besser atmen lassen.
  • Ebenfalls hilft es Ihrer trockenen Haut, wenn in geschlossenen Räumen eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zwischen 50-60 % vorherrscht.

Patientenfragebögen und Checklisten

Patientenfragebögen

 

Interaktiver Patientenfragebogen

Der interaktive Patientenfragebogen besteht aus 3 Teilen: 1) Anamnesebogen 2) Body Map und Itch Skala  3) DLQI

Sie können sich den Fragebogen nach Beendigung auf Ihrem PC abspeichern und die Ergebnisse bei Ihrem nächsten Arztbesuch mit Ihrem Arzt besprechen. Hier geht es zum interaktiven Fragebogen.

 

PHQ-2

Der PHQ-2 (Patient Health Questionnaire-2) ist ein Test, mit dem der Arzt mit nur zwei Fragen das psychische Befinden des Patienten eruieren kann. Hierbei wird erhoben, ob und in welchem Ausmaß der Befragte in den letzten zwei Wochen interessenlos bzw. niedergeschlagen war. Hier haben Sie die Möglichkeit den Test selbst durchzuführen, wenn Sie bei den folgenden Fragen jeweils das Zutreffende ankreuzen. Das Ergebnis besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

GEPARD-Fragebogen

Es ist nicht ganz einfach, Psoriasis-Arthritis frühzeitig zu diagnostizieren, denn die Beschwerden ähneln oftmals denen anderer Erkrankungen. Deshalb wurde für Haus- und Hautärzte ein Patientenfragebogen entwickelt: GEPARD (German Psoriasis Arthritis Diagnostic questionnaire). Er fragt das Vorhandensein bestimmter Symptome ab. Wenn mehr als vier Antworten mit Ja beantwortet werden, besteht eine statistische Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent, an einer PsA erkrankt zu sein. Das Ergebnis besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Checklisten für Ihr Arztgespräch

Um die kurze Zeit beim behandelnden Arzt bestmöglich zu nutzen, ist eine gute Vorbereitung das A und O.  Hier finden Sie Checklisten,  Anregungen und Empfehlungen für Ihren nächsten Arztbesuch.

 

Checkliste „Vor dem Arztbesuch“

Broschüre  Gemeinsam Entscheiden – Teamarbeit
I
n dieser Broschüre finden Sie eine Vielzahl von Tipps und nützliche Checklisten.

Der Deutsche Psoriasis Bund hat für seine Mitglieder eine umfangreiche Sammlung an wissenswerten Informationen auf der Website zusammengestellt. Auch Nicht-Mitglieder können hier einige Informationsblätter runterladen, u.a. auch „Tipps und Fragen für den Arztbesuch“.

 

 


Therapieziele PSA

Mit Ihren persönlichen Zielen zum Erfolg

Um den Behandlungserfolg zu verbessern, sollten Ihre Therapieziele bei Psoriasis-Arthrits individuell auf Sie und Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Machen Sie sich deshalb vor dem Arztbesuch Gedanken über Ihre eigenen Therapieziele und Ihre Ansprüche an die Behandlung.

Für eine erfolgreiche Behandlung Ihrer Psoriasis-Arthritis ist dann Teamarbeit gefragt: Gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt sollten Sie entscheiden, welche Behandlungsmöglichkeiten zielgerichtet Ihre Symptome, Begleiterscheinungen sowie Ihre individuellen Wünsche am besten berücksichtigen.

Leiden Sie zusätzlich an einer Psoriasis der Haut (Schuppenflechte) wird Ihr Rheumatologe – je nach Ausprägung der Symptome – einen Hautarzt (Dermatologen) für die gemeinsame Therapieentscheidung hinzuziehen.

Setzen Sie sich gemeinsam sowohl kurzfristige als auch langfristige Ziele für Ihre Therapie. Im weiteren Verlauf Ihrer Behandlung ist es dann wichtig, die gesetzten Ziele gemeinsam zu überprüfen und die Therapie wenn nötig anzupassen.

Weitere Informationen finden Sie in der „Patientenleitlinie zur Behandlung der Psoriasis der Haut“.1


Symptome & Formen PSA

Psoriasis-Arthritis – vielfältig an Symptomen und Formen1-3

Die Formen und Symptome der Psoriasis-Arthritis können sehr vielfältig sein und äußern sich bei jedem Patienten unterschiedlich.

Typische Symptome der Psoriasis-Arthritis sind schmerzende, geschwollene, druckempfindliche Gelenke, z. B. an Fingern und Zehen. Oft ist auch der gesamte Finger oder Zeh betroffen. Die gleichzeitige Entzündung aller Gelenke eines Fingers oder Zehs einschließlich der Sehnen führt zur Verdickung des gesamten Fingers (in der Fachsprache Daktylitis, in der Umgangssprache auch „Wurstfinger“ bzw. „Wurstzehe“ genannt).

Typisch für eine Psoriasis-Arthritis ist allerdings, dass häufig nur eine Körperseite von den Beschwerden betroffen ist, während andere Krankheiten wie z. B. die Rheumatoide Arthritis in der Regel gleichmäßig die Gelenke auf beiden Seiten befällt.

Diese sogenannte periphere Psoriasis-Arthritis wird in den asymmetrischen und den symmetrischen Typ unterschieden:

  • Peripherer asymmetrischer Typ:
    nicht seitengleiche Beteiligung der Gelenke
  • Peripherer symmetrischer Typ:
    seitengleiche Beteiligung der Gelenke

Ein weiterer Unterschied zur Rheumatoiden Arthritis besteht in der Entzündung der Fingerendgelenke einer Hand. Bei einer Psoriasis-Arthritis können auch alle Endglieder der Finger betroffen sein.

Hingegen ähneln wieder typische Symptome, wie etwa steife Gelenke am Morgen (Morgensteifigkeit), denen einer Rheumatoiden Arthritis. Neben den Gelenken sind sehr oft auch nahe am Gelenk befindliche Strukturen entzündet:

  • Sehnen/Sehnenansätze (Enthesitis; z. B. Achillessehne)
  • Bänder
  • Gelenkkapseln

Häufig haben Patienten auch Schmerzen in Ruhephasen, die dann mit wiederkehrender Bewegung nachlassen.

In späteren Stadien der Erkrankung können Gelenke ohne adäquate Therapie komplett versteifen, sich verformen und unbeweglich werden. Dies kommt heutzutage aufgrund von moderner Diagnostik in entwickelten Ländern nur noch sehr selten vor. Trotzdem ist es wichtig zu verstehen, dass die Psoriasis-Arthritis unbehandelt irreversible, d.h. nicht reparierbare Schäden an den Knochen verursacht. Daher sollten Sie bei ersten Symptomen unbedingt umgehend Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Bei der eher seltenen Form der sogenannten axialen Psoriasis-Arthritis ist die Wirbelsäule betroffen und einzelne Wirbelkörper oder Kreuz- Darmbein können versteifen.

Auch die Nägel der Hände und Zehen sind bei der Mehrheit der Patienten beteiligt. Diese sogenannte Nagel-Psoriasis kann jedoch auch ohne Gelenkbeschwerden im Verlauf einer Psoriasis (Schuppenflechte) auftreten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten mit einer schweren Nagelbeteiligung im Verlauf ihrer Erkrankung eine Psoriasis-Arthritis entwickeln, ist erhöht.

Informieren Sie Ihren behandelnden Arzt, wenn Sie Veränderungen an Ihren Nägeln bemerken. Mögliche Veränderungen sind:

  • runde, punktförmige Vertiefungen (Tüpfelnägel)
  • gelbe Verfärbungen (Ölflecken)
  • Verdickungen
  • Ablösen der Nagelplatte
  • Schuppung unter dem Nagel
  • Krümelnägel (Nagelplatte krümelig und aufgetrieben)


Häufig betroffene Gelenke und Sehnen bei Psoriasis-Arthritis

 

Infografik zu oft betroffenen Körperstellen bei Psoriasis-Arthritis.

Je nach Ausprägung äußert sich die Erkrankung sowohl durch Schmerzen, Schwellungen oder Steifigkeit in den kleinen Gelenken der Finger, besonders den Fingerendgelenken, oder Füßen, als auch durch Beschwerden in Kniegelenken (häufig einseitig), Sprunggelenken, Schultern oder unterem Rücken. Wie bereits beschrieben, können auch zeitgleich Haut und Nägel von Psoriasis betroffen sein.


Symptome & Formen PSO

Psoriasis ist nicht gleich Psoriasis1

Die Formen und Symptome der Psoriasis können von Patient zu Patient sehr unterschiedlich sein. Dabei unterscheiden sich etwa die Ausprägungen der Beschwerden, die betroffenen Hautareale und der Krankheitsverlauf.

Als belastend werden nicht nur Rötung und Schuppung der Haut gerade an sichtbaren Körperstellen wie Armen, Beinen, Haaransatz oder Nägeln empfunden, sondern ebenso der oft quälende Juckreiz.

Psoriasis vulgaris

Die häufigste Form der Schuppenflechte ist die Psoriasis vulgaris, die auch als Plaque Psoriasis bezeichnet wird. Rund 80 % der Psoriasis-Patienten erkranken an dieser Form, die typischerweise an den Streckseiten von Armen und Beinen sowie an Kopfhaut und Rücken auftritt.

Häufig betroffene Hautareale

Kennzeichnende Symptome der Schuppenflechte sind verdickte, rissige, entzündete, gerötete, juckende und stark schuppende Hautareale. Diese werden auch als „Läsionen“ oder „Plaques“ bezeichnet und können überall im Körper auftreten. Meist zeigen sie sich jedoch an typischen Stellen.

 

Infografik zu oft betroffenen Körperstellen bei Psoriasis (Schuppenflechte)

 

Psoriasis-Arthritis

Die Psoriasis kann auch mit einem Befall außerhalb der Haut einhergehen. Bei etwa 30 % der Patienten mit einer Psoriasis kommt es zu einer sogenannten Psoriasis-Arthritis (PsA). Dabei sind Gelenke (Arthritis), Sehnenansätze (Enthesitis) oder ganze Finger (Daktylitis) betroffen sind. Entzündungsprozesse, die durch das fehlgeleitete Immunsystem permanent angefacht werden, verursachen Schwellungen, Schmerzen oder auch Steifigkeit sowohl in den kleinen Gelenken von Händen und Füßen, als auch in den Knien oder im Rücken. Zudem tritt häufig eine Entzündung an den Sehnenansätzen (z.B. an der Achillessehne) auf.

Vor allem bei Psoriasis an Kopfhaut oder Nägeln besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, im Verlauf der Krankheit eine Psoriasis-Arthritis zu entwickeln. Die Entzündung kann in heutzutage sehr seltenen Fällen sogar zu einer irreversiblen Verformung und Versteifung der Gelenke führen. Daher ist die frühzeitige und kontinuierliche Behandlung der Psoriasis-Arthritis sehr wichtig. Informieren Sie bei Gelenkschmerzen frühzeitig Ihren behandelnden Arzt oder suchen Sie einen Rheumatologen auf.


Austausch, Selbsthilfegruppen und Initiativen

Mit Ihrer Erkrankung sind Sie nicht alleine. Es gibt eine Anzahl von Selbsthilfegruppen, Vereinigungen und anderen Gruppierungen, die Ihnen bei Fragen neben Ihrem behandelnden Arzt weiterhelfen und Sie beraten können. Des Weiteren haben Sie hier auch die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und Tipps für den Umgang mit der Erkrankung einzuholen.

 

Der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB) ist die größte deutsche Patienten-Selbsthilfeorganisation von und für Menschen mit einer chronischen Hauterkrankung und bietet Schuppenflechte- und Psoriasis-Arthritis-Patienten hilfreiche Informationen rund um ihre Erkrankung und eine Liste mit regionalen Selbsthilfegruppen und Ansprechpartnern.
Tel.: 040 2233990

 

Selbsthilfe Psoriasis-Netz ist ein unkommerzieller Verein und richtet sich mit seinem Webangebot an Psoriasis-und Psoriasis-Arthritis-Betroffene, deren Angehörige und Freunde sowie sonstige Interessierte. Der Verein stellt dort Infos und Tipps zur Schuppenflechte-Therapie und -Hautpflege bereit und bietet eine Community-Seite mit zahlreichen Foren, Chats und Blogs zum Austausch mit anderen Betroffenen.
Tel.: 030 61283090

 

Unter www.bitteberuehren.de, der Aufklärungskampagne vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) finden Sie eine Fülle an Informationen zum Thema Leben mit Schuppenflechte und können Psoriasis-Experten auch Fragen stellen.

Die Kampagne zeigt Wege zur Hilfe und Selbsthilfe auf. Sie motiviert zum Hautarztbesuch und zu einer Therapie, damit es Betroffenen besser geht und sie Berührungen wieder unbeschwert genießen können.

 

Sie suchen noch nach dem richtigen Hautarzt in Ihrer Region? Bei PsoNet können Sie diesen finden. Immer mehr regionale Psoriasis-Netzwerke schließen sich bundesweit mit Unterstützung von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) und dem Bundesverband Deutscher Dermatologen (BVDD) unter diesem Namen zusammen.

 

Die Deutsche Rheuma-Liga e.V. ist die größte deutsche Selbsthilfeorganisation
im Gesundheitsbereich für rheumatische Erkrankungen mit rund 300.000 Mitgliedern. Sie hat auf ihrer Webseite aktuelles Informationsmaterial zum Krankheitsbild „Psoriasis-Arthritis“ für Betroffene und Angehörige zusammengestellt (www.rheuma-liga.de/psa). Unter www.versorgungslandkarte.de finden Sie außerdem eine Arztsuche der Rheuma-Liga, der Ihnen bei der Suche nach einem Rheumatologen in Ihrer Umgebung hilft.

 

www.dgrh.de
Die Internetseite der medizinischen Fachgesellschaft Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) bietet neben Informationen zu Krankheitsbildern und Therapie auch eine Facharztsuche.


Diagnose & Einstufung PSA

Frühzeitige Diagnose – die Basis einer erfolgreichen Therapie1-7

Eine frühzeitige Einstufung und Diagnose der Psoriasis-Arthritis ist wichtig, um langfristige Schäden der Gelenke durch die chronischen Entzündungen verhindern zu können.

Wie bereits beschrieben, können die Symptome der Erkrankung so unterschiedlich sein, sodass es für den Arzt oft nicht leicht ist, diese als Symptome einer Psoriasis-Arthritis zu erkennen. Auch andere rheumatische Erkrankungen wie die Rheumatoide Arthritis oder Morbus Bechterew weisen ähnliche Symptome auf.


Besonders charakteristische Symptome einer Psoriasis-Arthritis, die dem Arzt bei der Diagnose helfen können, sind:

  • eine bereits diagnostizierte Psoriasis (Schuppenflechte)
  • eine asymmetrische Beteiligung der Gelenke
  • Enthesitis (Entzündungen von z. B. Sehnenansätzen)
  • Nagel-Psoriasis
  • Schmerzen in Ruhephasen, die nach vorsichtiger Bewegung nachlassen.

Sollten Sie diese Symptome verspüren, aber keine Psoriasis-Arthritis bei Ihnen diagnostiziert worden sein, informieren Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.

Die Diagnose der Psoriasis-Arthritis ergibt sich oft erst dann, wenn bereits eine Psoriasis festgestellt wurde; eine Beteiligung der Haut ist für die Diagnose „Psoriasis-Arthritis“ aber nicht zwingend erforderlich.

Dem Rheumatologen liegen bisher keine genauen Kriterien für die Diagnose der Psoriasis-Arthritis vor. Jedoch kann er sich an den sogenannten CASPAR Klassifikationskriterien für Psoriasis-Arthritis orientieren. Diese festgelegten Kriterien ermöglichen dem Arzt eine Psoriasis-Arthritis von anderen rheumatischen Erkrankungen, wie z. B. der Rheumatoiden Arthritis, abzugrenzen und erleichtern ihm die Diagnose.


Die wichtigsten Punkte zur Diagnosestellung sind:

  • Gespräch (Anamnese):
    Beschwerden, mögliche Begleiterkrankungen und familiäre Vorkommnisse mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.
  • Körperliche Untersuchung:
    Abtastung/Bewegung betroffener Gelenke und Sehnen; Begutachtung der Nägel und Haut.
  • Bildgebung:
    Ultraschall-, Röntgen- und Magnetresonanztomographie (MRT) – Aufnahmen, um mögliche Veränderungen an Gelenken/Knochen zu erkennen.
  • Fragebögen:
    German Psoriasis ARthritis Diagnostic Questionnaire (GEPARD) und die CASPAR-Kriterien.

Bei anfänglichen Beschwerden nutzen Sie bitte den GEPARD-Fragebogen zur Früherkennung von Psoriasis-Arthritis und nehmen Sie ihn mit zu Ihrem nächsten Arztbesuch. Ihre Antworten unterstützen Ihren behandelnden Arzt bei der Diagnosestellung.


Behandlungsmöglichkeiten PSA

Durch die Behandlung der Psoriasis-Arthritis sollen die Entzündungen in den Gelenken und den weiteren durch die Erkrankung betroffenen Stellen zurückgedrängt und Ihre Schmerzen gelindert werden. Je nach Schweregrad der Psoriasis-Arthritis stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • systemische (medikamentöse) Therapien
  • ergänzende Therapiemaßnahmen
  • topische (äußerliche) Therapiemaßnahmen, wenn eine zusätzliche Psoriasis der Haut besteht

Die systemische Therapie: Wirkung auf den gesamten Körper

Bei der systemischen Therapie kommen unterschiedliche Wirkstoffe in Tablettenform oder Injektionen/Infusionen zum Einsatz. Die Vielzahl medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten ermöglicht eine langfristige und umfassende Therapie Ihrer Psoriasis-Arthritis: von Medikamenten zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung, wie z. B. nichtsteroidale Antirheumatika, bis hin zu neuen Therapien, die das für die Entzündung verantwortliche Immunsystem modulieren bzw. unterdrücken, wie z. B. PDE4-Hemmer und Biologika. Diese neuen innovativen Therapiewege greifen direkt in den Entzündungsvorgang ein.

Unterstützende Behandlungsmöglichkeiten der Psoriasis-Arthritis

Darüber hinaus gibt es ergänzende Behandlungsmöglichkeiten, die den körperlichen Folgen der Psoriasis-Arthritis entgegenwirken. Hier kommen neben physischen Mitteln, wie konservative, äußerliche Anwendungen von Heilmitteln (z. B. Physiotherapie und orthopädische Hilfsmittel) auch Mittel zum Einsatz, die Ihrer Seele gut tun. So können Sie z. B. die Möglichkeit nutzen, sich in einer Selbsthilfegruppe mit anderen Betroffenen über Ihre Erkrankung auszutauschen. Die Erfahrungen anderer Patienten könnten Ihnen helfen mit der Psoriasis-Arthritis besser zurechtzukommen. Informationen zu Selbsthilfegruppen in Ihrer Region finden Sie z. B. auf den Internetseiten des Deutschen Psoriasis Bund oder der Deutschen Rheuma-Liga.

Bei Patienten mit einer zusätzlichen Psoriasis (Schuppenflechte) der Haut sollte die Therapie sowohl auf die Entzündung in den Gelenken wie auch die Haut wirken. Ist dies bei Ihnen der Fall, wird Ihr behandelnder Rheumatologe auch Ihren Hautbefall bei der Wahl der richtigen Therapie in Betracht ziehen. Hier ist es wichtig, dass Sie Ihrem behandelnden Arzt klar mitteilen, wie sehr Ihre Psoriasis (Schuppenflechte) Sie beeinträchtigt oder belastet.

Die Behandlung Ihrer Psoriasis-Arthritis richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung.

Einteilung der Schweregrade der Psoriasis-Arthritis1
(laut GRAPPA – Group for Research and Assessment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis):

leicht moderat schwer
  • < 5 Gelenke betroffen
  • keine radiologischen
    Veränderungen feststellbar
  • keine Funktionsstörung feststellbar
  • geringer negativer Einfluss
    auf die Lebensqualität
  • Bewertung durch den Patienten:
    leicht
  • ≥ 5 Gelenke betroffen
  • radiologische
    Veränderungen
  • moderate Funktionseinschränkungen
  • moderater Einfluss
    auf die Lebensqualität
  • Bewertung durch den Patienten: mittelschwer
  • ≥ 5 Gelenke betroffen
  • ausgeprägte radiologische
    Veränderungen
  • schwere Funktionseinschränkungen
  • deutlicher negativer Einfluss
    auf die Lebensqualität
  • Bewertung durch den Patienten:
    schwer

 

Weitere Informationen finden Sie hier oder in Psoriasis-Arthritis – Schuppenflechte mit Gelenkentzündung, Ratgeber für Betroffene des Deutsche Rheuma-Liga e.V.


Ernährung PSO

Genießen Sie bewusst und gesund – trotz Psoriasis1-5

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung bei Psoriasis (Schuppenflechte), mit u. a. viel Obst und Gemüse, kann einen wertvollen unterstützenden Beitrag zur Behandlung Ihrer Psoriasis leisten.

Da kein Lebensmittel alle Nährstoffe enthält, ist es wichtig, dass Sie abwechslungsreich essen.

Die Ernährung sollte aus folgenden Lebensmitteln bestehen:

  • Gemüse und Obst versorgen Sie reichlich mit Nährstoffen, Ballaststoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen.
  • Milch und Milchprodukte liefern gut verfügbares Protein, Vitamin B2 und Calcium.
  • Pflanzliche Öle liefern lebensnotwendige Fettsäuren und Vitamin E.
  • Fleisch enthält gut verfügbares Eisen sowie Selen und Zink.
  • Seefisch versorgt Sie mit Jod und fetter Fisch mit wichtigen Omega-3-Fettsäuren.

Empfehlenswert sind hier die See- oder Kaltwasserfische wie Makrele, Hering, Lachs und Sardinen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind und somit eine entzündungshemmende Wirkung haben. Entzündungsfördernd sind dagegen Omega-6-Fettsäuren, zu denen auch die Arachidonsäure zählt. Sie ist reichlich in tierischen Fetten und damit nicht nur im Fleisch, sondern auch in Sahne, Butter und Eiern enthalten und sollte deswegen nur in Maßen verzehrt werden. Auch übermäßiges eigenes Körperfett, v. a. am Bauch, triggert den Entzündungsprozess. Und da die Beschwerden mit dem „Zuviel“ an Körpergewicht zunehmen, können Übergewichtige durch Gewichtsreduktion zur Linderung Ihrer Beschwerden beitragen.

Gerichte mit vergleichsweise wenigen Kalorien bestehen aus:

  • viel Wasser
  • viel Obst und Gemüse
  • fettarm zubereiteten Beilagen, die lange satt machen (Kartoffeln, (Vollkorn-)Nudeln, (Natur-)Reis usw.)
  • magerem Fleisch, magerer Wurst und Fisch

Zuckergesüßte Lebensmittel sind meist nährstoffarm und enthalten unnötige Kalorien. Daher sollten Sie Zucker möglichst vermeiden oder nur in geringen Maßen genießen. Vergessen Sie auch nicht ausreichend zu trinken: jeden Tag mindestens 1,5 Liter Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee.

Führen Sie ein Ernährungstagebuch

Um ernährungsbedingten Auslösern für eine Verschlechterung des Hautbildes auf die Spur zu kommen, kann ein Ernährungstagebuch hilfreich sein. So finden Sie heraus, was Ihnen gut tut und was Sie eher nicht vertragen.


Diagnose & Einstufung PSO

Die Diagnose – wichtige Voraussetzung für die richtige Behandlung1-4

Wichtig für die Einstufung und Diagnose der Psoriasis (Schuppenflechte) ist die Erfassung der betroffenen Hautareale sowie der Schwere der Symptome, denn daran orientiert sich die Wahl der Behandlung.

Um den Schweregrad der Erkrankung einheitlicher bewerten zu können, werden sogenannte Scores verwendet. Speziell für die Psoriasis sind dies:

  • BSA
  • PASI
  • DLQI

Mit deren Hilfe wird eine Psoriasis wie folgt eingestuft:

  • Leicht: BSA ≤ 10 und PASI ≤ 10 und DLQI ≤ 10
  • Mittelschwer bis schwer: (BSA > 10 oder PASI > 10) und DLQI > 10

Um innerhalb der mittelschweren und schweren Psoriasis unterscheiden zu können, wurde der dt. Behandlungspfad aktualisiert und sieht eine Einteilung in 3 Schweregrade vor: Eine schwere Psoriasis wird somit mit BSA und PASI und DLQI ≥ 20 eingestuft.

PASI- und BSA-Werte vermitteln eine gute Orientierung für die Diagnose der Psoriasis. Darüber hinaus fließen besondere Psoriasis-Manifestationen (z. B. Nägel, Kopfhaut oder Juckreiz) in die Bewertung mit ein, da diese die Lebensqualität in besonderem Maß beeinträchtigen können. Dies sollte sich dann im DLQI widerspiegeln. So wird zum Beispiel ein ausgeprägter Befund an Händen und/oder Gesicht aufgrund der geringen betroffenen Fläche einen niedrigen PASI (PASI <10) ergeben, der Leidensdruck im sozialen und beruflichen Umfeld – häufig kombiniert mit der Gefahr des Arbeitsplatzverlustes – hingegen zu einem hohen DLQI-Wert führen.

Bitte informieren Sie deshalb Ihren Arzt über all Ihre Symptome und Beeinträchtigungen damit er sich ein vollständiges Bild machen kann.

„Upgrade-Kriterien“ des Schweregrades

Wenn bei Ihnen lediglich ein leichter Hautbefall vorliegt, aber Ihre Lebensqualität stark eingeschränkt ist (z.B. bei Beteiligung von sichtbaren Körperregionen oder dem Genitalbereich), können auch sogenannte „Upgrade-Kriterien“ den Schweregrad erhöhen. Dann kann Ihr Dermatologe die Psoriasis als mittelschwer bis schwer einstufen und mittels systemischer Therapie behandeln.


MAPP Studie

MAPP, eine große internationale Befragung zu Psoriasis (PSO) und Psoraisis-Arthritis (PsA) von über 4.000 Teilnehmern (3426 Patienten und 781 Ärzten), zeigt, dass mindestens die Hälfte aller Patienten mit Plaque-Psoriasis keine adäquate, leitliniengerechte Therapie erhält.1,2

Dies bestätigt die schon aus früheren Studien und Registern bekannte Unterversorgung von Schuppenflechte-Patienten.3,4 Diese weisen einen hohen Leidensdruck auf. Aber nur 53% der Patienten suchten im letzten Jahr einen Arzt auf, 20% glauben, dass ein Arzt ihnen nicht helfen kann. 89% der Psoriasis-Patienten, bei denen eine Körperoberfläche der Größe von mehr als 10 Handflächen (KOF) betroffen waren, und 59% der Patienten mit PsA – erhielt keine Behandlung oder nur eine topische Therapie.

 

Die vier wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie:


Der Schweregrad der Psoriasis PSO

Der Schweregrad der Psoriasis

Wenn es um die Entscheidung für die passende Therapie geht, stellt der Schweregrad der Psoriasis einen entscheidenden Faktor dar. Falls Sie an einer mittelschweren oder schweren Form der Psoriasis leiden, sollte eine systemische Behandlung in Erwägung gezogen werden. Die systemische Therapie wirkt im gesamten Körper. Hier kommen eine Vielzahl an unterschiedlichen Wirkstoffen in Tablettenform oder Injektionen/Infusionen zum Einsatz. Bei Bedarf können innerliche und äußerliche Therapieformen auch kombiniert werden.

Die Einstufung des Schweregrades macht Ihr Dermatologe mit Hilfe sogenannter Scores (PASI, BSA, DLQI).

Psoriasis Area and Severity Index (PASI):

Dieser Score ermöglicht dem Arzt die betroffenen Hautpartien anhand von Rötung, Schuppung (Plaques) und Dicke der betroffenen Hautstelle zu beurteilen. So lässt sich der Schweregrad der Psoriasis bewerten sowie der Therapieverlauf beobachten und kontrollieren.

Body Surface Area (BSA):

Mithilfe dieses Scores wird die Größe der betroffenen Körperstellen im Verhältnis zur gesamten Körperoberfläche bestimmt. Beide Scores helfen dem Arzt das Ausmaß der Psoriasis-Symptome zu ermitteln. Sie spiegeln jedoch nicht wider, wie sehr die Psoriasis das individuelle Leben der Betroffenen beeinträchtigt. Dafür kann der Arzt den „Dermatology Life Quality Index“ (DLQI) nutzen, der mittels Fragebogen die auf die Krankheit bezogenen Einschränkungen der Lebensqualität einzuschätzen hilft.

Weitere Informationen finden Sie in der Patientenleitlinie1 zur Behandlung der Psoriasis der Haut und der S3-Leitlinie2 zur Therapie der Psoriasis vulgaris.


Sport & Bewegung PSO

Bewegen Sie sich ausreichend1-4

Sport und Bewegung sind trotz Psoriasis wichtig – Sie müssen und sollten darauf daher nicht verzichten. Beides hilft Stress abzubauen, der ein möglicher Auslöser von Psoriasis oder von Erkrankungsschüben sein kann.

Diese Sportarten helfen gegen Stress:

Nordic Walking ist ein moderates Ausdauertraining in der Natur und an der frischen Luft. Es stärkt Ihr Immunsystem, baut Stress ab und wirkt entspannend für Körper und Geist.

Wandern – gemeinsam aktiv sein
Durch Wandern bzw. spazieren stärken Sie Ihre Fitness und tanken dabei frische Luft. Für viele ist Wandern mit der Familie oder Freunden die beste Art vom Alltagsstress abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen.

Yoga – kräftigend und entspannend
Durch Yoga werden Ihre Muskeln gekräftigt, Verspannungen gelöst und die Körperhaltung verbessert. Auch können die Übungen Ihnen helfen Körper und Geist wieder zu vereinen und Stress abzubauen.

Meditation – für Ruhe und Gelassenheit
Meditation ist eine wirksame Entspannungstechnik. Sie kann Ihnen helfen im stressigen Alltag den Kopf wieder freizubekommen und Ihr Stresslevel zu mindern.

Auch andere Sportarten, wie Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Tanzen sind für Psoriatiker geeignet um Stress abzubauen. Probieren Sie aus, welche Sportart Ihrem Körper und Ihrer Erkrankung gut tut und Ihnen dabei viel Spaß bereitet. Selbst Leistungssport ist möglich, wenn er Ihnen gut tut. Vorsichtig sollten Sie jedoch bei Sportarten sein, bei denen es etwas härter zugehen kann und Hautverletzungen die Folge sein können (z. B. Fußball). Oftmals hilft es bereits, den Alltag durch kleine Veränderungen aktiver zu gestalten.

Mögliche Bewegungstipps:

  • Zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit gehen/fahren
  • Regelmäßige Spaziergänge, in der Mittagspause oder zum Ausklang des Tages, durchführen
  • Treppen laufen statt Aufzug oder Rolltreppe nehmen
  • Kleine Einkäufe zu Fuß erledigen

Allgemeine Tipps bei Sport und Bewegung:

  • Schutz vor UV-Licht durch dunkle Sportkleidung oder geeignete Sonnencreme
  • Wegen der Schweißbildung vor dem Sport abschminken

Welt-Psoriasistag

Jedes Jahr am 29. Oktober macht der Welt-Psoriasistag im Rahmen eines eigens der Erkrankung gewidmeten Tages auf die Psoriasis und ihre Auswirkungen auf Betroffene aufmerksam.

Das diesjährige Motto des Welt-Psoriasistag heißt „Be Informed“. Denn Information ist ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Informierte Ärzte, Patientenorganisationen, Verbände, Wissenschaftler und natürlich Patienten und Angehörige haben die Kraft, das Leben für Menschen, die mit Psoriasis leben, drastisch zu verändern.

Im Rahmen dieses „Awareness Days“ hat man die Gelegenheit, sich auf Veranstaltungen in ganz Deutschland über alle viele verschiedene Themen rund um die Erkrankung zu informieren. Bundesweit berichten Kliniken, niedergelassene Dermatologen und Selbsthilfegruppen in Vorträgen und Info-Veranstaltungen über aktuelle Entwicklungen in der Psoriasis-Forschung, die aktuelle Versorgungssituation und über medizinische Behandlungsmöglichkeiten.

Ein weiteres, sehr wichtiges Thema rund um die Erkrankung Psoriasis ist die häufige Ausgrenzung und Stigmatisierung der Betroffenen im sozialen Umfeld. Leider fehlt vielen Mitmenschen das Wissen über diese sehr häufig auftretende Erkrankung – zum Beispiel, dass es sich hier um eine nicht-ansteckende Autoimmunerkrankung handelt und keinesfalls um eine ansteckende Hauterkrankung. Der Welt-Psoriasistag ist dafür da, Betroffenen Mut zu machen und sie sowie die breite Öffentlichkeit umfassend zum Thema Schuppenflechte und Therapie aufzuklären.

Weitere Informationen zum Welt-Psoriasistag in Deutschland finden Sie unter www.weltpsoriasistag.de

 


Psoriasis & Psyche PSO

In der Ruhe liegt die Kraft1-2

Psoriasis (Schuppenflechte) und Psyche wirken aufeinander ein. Psychischer Stress spielt bei Psoriasis zweifellos eine sehr große Rolle und kann oftmals Auslöser eines erneuten Schubes sein. Und ein erneutes Aufflammen der Symptome bedeutet wiederum psychischer Stress – ein Teufelskreis, aus dem es auszubrechen gilt.

Die Frage ist nur wie, wenn sich alles um die Erkrankung dreht?

Sicherlich gehört eine große Portion Mut dazu, fremde Blicke zu ignorieren oder Mitmenschen direkt anzusprechen und ihnen die Krankheit zu erklären. Vergessen Sie nicht, dass die meisten Reaktionen der Mitmenschen aus reinem Unwissen über die Erkrankung resultieren. Tragen Sie aktiv dazu bei, Ihr Umfeld aufzuklären – Sie werden sehen, dass sowohl Sie als auch Ihre Mitmenschen davon profitieren werden. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Psyche unter Psoriasis leidet und die Erkrankung beginnt, Ihr Leben und Ihren Alltag zu bestimmen, sollten Sie Hilfe durch psychologische Beratung oder Selbsthilfegruppen in Anspruch nehmen.

Oftmals reicht auch ein Austausch unter Freunden oder anderen Betroffenen, um das Selbstbewusstsein wieder zu stärken.

Bewältigen Sie stressige Situationen, z. B. durch:

  • ausreichenden Schlaf,
  • den Austausch mit anderen Betroffenen, ob nun in Selbsthilfegruppen oder auch in Internet-Foren,
  • Entspannungsmethoden wie die progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson,
  • Meditation, sie gilt in östlichen Kulturen schon lange als zentrale Entspannungsmethode.

Reisen PSO

Ihr nächster Urlaub steht vor der Tür und Sie möchten verreisen?1

Lassen Sie sich nicht aufhalten! Besonders geeignet ist ein Urlaub in warmen, trockenen Regionen, wie am Mittelmeer oder an der Ostsee. Sonne und Salzwasser können sich dabei positiv auf Ihre Haut auswirken.


Je besser vorbereitet Sie in den nächsten Urlaub gehen, desto entspannter können Sie Ihre Reisen auch genießen:

  • Urlaubspläne am besten auch mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen
  • Reiseversicherung fürs Ausland abschließen
  • Falls Sie eine Schutzimpfung benötigen: Reiseschutzimpfungen basieren teilweise aus abgeschwächten Lebendimpfstoffen, die unter Umständen nicht bei Anwendung einer systemischen Behandlung erfolgen dürfen. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt
  • Denken Sie rechtzeitig an die Verschreibung ausreichender Medikamente
  • Manche Medikamente haben besondere Lagerungsvorschriften und müssen z. B. kontinuierlich gekühlt werden
  • Nehmen Sie stets Ihre Krankenversicherungskarte mit
  • Sonnenschutzmittel und Kopfbedeckung nicht vergessen

Beruf PSO

Weit gekommen! Trotz Psoriasis1

Haben Sie Ihre Psoriasis-Erkrankung bereits erfolgreich in den Alltag integriert? Ob bei der Berufswahl oder im Joballtag gilt: Mit wenigen Einschränkungen ist auch mit Psoriasis vieles möglich. Achten Sie vor allem auf ausreichenden Hautschutz und vermeiden Sie den Umgang mit Chemikalien und Feuchtigkeit.

Das offene Gespräch mit Kollegen und Arbeitgeber liegt natürlich ganz in Ihrer Entscheidung. Oft schafft es ein besseres Verständnis, erleichtert die Zusammenarbeit und reduziert so Ihr Stresslevel. Überlegen Sie am besten vorher, wem Sie sich am ehesten anvertrauen und wie Sie das Gespräch beginnen möchten. Vielleicht spielen Sie eine solche Unterhaltung vorab mit Angehörigen durch – das gibt mehr Sicherheit.


Partnerschaft & Liebe PSO

Lieben und geliebt werden1-4

In Bezug auf Liebe und Partnerschaft bei Psoriasis (Schuppenflechte) gilt: Gehen Sie mit Ihrer Erkrankung selbstbewusst und offen um. Denken Sie stets positiv. Das hilft jedem Menschen – in allen Lebenslagen. Damit ist die Basis für einen vertrauensvollen Umgang in der Partnerschaft bei Psoriasis geschaffen.

Für Personen, die Sie kennen oder lieben lernen, sollte Ihre Erkrankung kein Geheimnis sein. Wenn Sie offen darüber sprechen, geben Sie Ihrem Partner die Chance, sich auf Ihre Situation einstellen zu können.

Psoriasis im Intimbereich stellt immer eine besondere Belastung dar. Sie kann als so schmerzhaft und störend empfunden werden, dass für die Betroffenen Sexualität kaum noch möglich ist.

Aber auch das Schamgefühl und die Angst vor dem Unverständnis des Partners können dazu führen, dass Betroffene sexuelle Beziehungen vermeiden. Daher bedeutet die Psoriasis im Genitalbereich häufig eine starke Einschränkung der Lebensqualität.
Auch wenn es Ihnen vielleicht schwer fällt, ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem behandelnden Arzt darüber sprechen
und die Verbesserung Ihrer Lebensqualität ein Ziel Ihrer Behandlung wird.

Eine Berührung der verdickten und entzündeten Hautstellen kann als unangenehm empfunden werden. Daher verspüren Betroffene oftmals keine Lust auf Berührungen und den Austausch körperlicher Zärtlichkeiten. Seien Sie auch hier offen zu Ihrem Partner – Verbundenheit und Nähe kann auch anders erfolgen.

Auch wenn Sie in keiner Partnerschaft sind, kann Ihnen eine feste Umarmung von Freunden oder der Familie dabei helfen, wieder Kraft zu tanken. Sprechen Sie mit Ihren Liebsten offen über Ihre Psoriasis und holen Sie sich Stärkung für Ihr Selbstwertgefühl.

Lesen sie dazu mehr in der Rubrik In der Ruhe liegt die Kraft.


TESTSEITE

H2: Dies ist eine Testüberschrift1-4

H3: Dies ist eine Testüberschrift1-4

H4: Dies ist eine Testüberschrift1-4

Absatz: Lorem ispsum sit damit Wichtig für die Diagnose und Einstufung der Psoriasis (Schuppenflechte) ist die Erfassung der betroffenen Hautareale sowie der Schwere der Symptome, denn daran orientiert sich die Wahl der Behandlung 2.

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  1. Absatz: Lorem ispsum sit damit in bold
  2. Absatz: Lorem ispsum sit damit in bold

Um den Schweregrad der Erkrankung einheitlicher bewerten zu können, werden sogenannte Scores verwendet. Speziell für die Psoriasis sind dies:

  • BSA
  • PASI

„Upgrade-Kriterien“ des Schweregrades

Wenn bei Ihnen lediglich ein leichter Hautbefall vorliegt, aber Ihre Lebensqualität stark eingeschränkt ist (z.B. bei Beteiligung von sichtbaren Körperregionen oder dem Genitalbereich), können auch sogenannte „Upgrade-Kriterien“ den Schweregrad erhöhen. Dann kann Ihr Dermatologe die Psoriasis als mittelschwer bis schwer einstufen und mittels systemischer Therapie behandeln.


Lebensstil PSA

Wie bei den meisten Krankheiten spielt auch der Lebensstil bei Psoriasis-Arthritis eine große Rolle für Ihr persönliches Wohlbefinden und den Erfolg Ihrer Therapie

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie selbst Ihre Behandlung unterstützen und Ihr Wohlbefinden durch den richtigen Lebensstil bei Psoriasis-Arthritis fördern können:
von Sport & Bewegung und gesunder Ernährung, über Möglichkeiten zur Stressbewältigung bis hin zu
Themen wie Beruf, Reisen und Partnerschaft.


Lebensqualität PSA

Ihr Gesundheitszustand: Zwei Faktoren spielen eine entscheidende Rolle!

Bei vielen Patienten kann die Lebensqualität durch Psoriasis-Arthritis erheblich eingeschränkt sein. Die Psoriasis-Arthritis ist wie die Schuppenflechte (Psoriasis) eine Erkrankung, die Sie ein Leben lang begleiten wird. Doch die negativen Auswirkungen auf Ihre Lebensqualität lassen sich reduzieren oder in manchen Fällen sogar ganz verhindern.

Zum einen können durch die richtige Behandlung der Psoriasis-Arthritis die Entzündungen in den Gelenken und Gliedmaßen zurückgedrängt und Ihre Schmerzen gelindert werden. Eine auf Ihre individuelle Situation angepasste Therapie ist der erste Schritt zur Besserung.

Zum anderen können Sie als Betroffener selbst durch den richtigen Lebensstil Ihr subjektives Wohlbefinden steigern. Durch ein auf Psoriasis-Arthritis ausgerichtetes Verhaltensprogramm zu Bewegung, Ernährung sowie Problem- und Stressbewältigung in Alltag und Beruf können Sie Ihre Lebensqualität trotz Psoriasis-Arthritis verbessern und Ihre Behandlung unterstützen.


Lebensstil PSO

Fragen Sie den Experten!

Der richtige Lebensstil bei Psoriasis (Schuppenflechte) spielt – wie bei den meisten Krankheiten – eine große Rolle für den Therapieerfolg und das persönliche Wohlbefinden. Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie selbst Ihre Behandlung unterstützen und Ihr Wohlbefinden durch einen guten Lebensstil bei Psoriasis fördern können.. Hier finden Sie hilfreiche Tipps rund um Ihr Leben mit Psoriasis: von der Hautpflege und gesunden Ernährung, über Sport und Möglichkeiten zur Stressbewältigung bis hin zu Themen wie Beruf und Reise sowie Partnerschaft.

Wohlfühlen – ein wichtiges Therapieziel

Sie befinden sich schon länger in Behandlung, sind aber nicht zufrieden? Wenn Ihre Erkrankung Sie sehr belastet und sich negativ auf Ihre Lebensqualität auswirkt, sollten Sie Ihren behandelnden Arzt aufsuchen. Er kann beurteilen, ob die sogenannten “Upgrade-Kriterien“ erfüllt sind und Ihr Schweregrad höher eingestuft werden muss. Dadurch könnten für Sie andere Therapiemöglichkeiten in Frage kommen.


Lebensqualität PSO

Ihr Gesundheitszustand:
zwei Faktoren spielen eine entscheidende Rolle!

Bei vielen Patienten kann die Lebensqualität durch Psoriasis (Schuppenflechte) erheblich eingeschränkt sein. Juckreiz auf der Haut oder Schmerzen in den Gelenken und Gliedmaßen machen vielen Betroffenen ebenso zu schaffen wie psychische Probleme. Doch diese negativen Auswirkungen auf Ihre Lebensqualität Lebensqualität durch Psoriasis lassen sich reduzieren oder in manchen Fällen sogar ganz verhindern.

1.  Die richtige Behandlung
eine auf Ihre individuelle Situation und den Schweregrad Ihrer Erkrankung angepasste Therapie.

2. Der richtige Lebensstil
ein auf Psoriasis ausgerichtetes Verhaltensprogramm zu Hautpflege, Ernährung oder Bewegung sowie Stress- und Problembewältigung in Alltag und Beruf.