Kategorie: Aktiv leben

Hautpflege PSO

Alles was der Haut gut tut1-5

Eine ausreichende Hautpflege bei Psoriasis (Schuppenflechte) ist besonders wichtig um die Haut vor dem Austrocknen zu schützen. Die Haut von Psoriasis-Patienten ist besonders trocken und evtl. auch von Juckreiz geplagt. Die Hautpflege zusätzlich zur Behandlung bildet eine äußerst wichtige Basis, nicht zuletzt um erscheinungsfreie Zeiten zu verlängern und den guten Zustand der Haut zu stabilisieren.

Grundsätzlich ist es ratsam pH-hautneutrale Kosmetik zu verwenden, da diese in der Regel weniger Duft- oder Konservierungsstoffe enthält. Diese Inhaltsstoffe können die Haut zusätzlich reizen. Nach einer milden Hautreinigung (z. B. mit Kern- oder Olivenölseife), ist es empfehlenswert, wenn Sie zum anschließenden Cremen eine Hautpflege mit hohem Fettanteil und/oder feuchtigkeitsbindenden Inhaltsstoffen wie Urea (Harnstoff) oder Hyaluronsäure verwenden.


Tipps für Hautpflege bei Psoriasis:

  • Eine Hautpflege mit Substanzen wie Glycerin, Kollagen und Vitamin E kann bei der Rückfettung der Haut unterstützen.
  • Um die Haut vor zusätzlicher Austrocknung zu schützen, sollte beim Waschen, Duschen oder Baden das Wasser lauwarm, d. h. nicht wärmer als 35 °C, sein und Sie sollten die Badezeiten kurz halten.
  • Wenn Sie anschließend das Wasser vom Körper nur vorsichtig abtupfen anstatt zu rubbeln oder reiben, wird Ihre Haut noch weniger gereizt.
  • Eine locker sitzende Kleidung, die nicht reibt und aus natürlichen Materialien besteht, kann Ihnen zusätzlich Wohlbefinden verschaffen. Baumwolle z. B. kann sehr gut Feuchtigkeit aufnehmen und so die Haut besser atmen lassen.
  • Ebenfalls hilft es Ihrer trockenen Haut, wenn in geschlossenen Räumen eine ausreichende Luftfeuchtigkeit zwischen 50-60 % vorherrscht.

Ernährung PSO

Genießen Sie bewusst und gesund – trotz Psoriasis1-5

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung bei Psoriasis (Schuppenflechte), mit u. a. viel Obst und Gemüse, kann einen wertvollen unterstützenden Beitrag zur Behandlung Ihrer Psoriasis leisten.

Da kein Lebensmittel alle Nährstoffe enthält, ist es wichtig, dass Sie abwechslungsreich essen.

Die Ernährung sollte aus folgenden Lebensmitteln bestehen:

  • Gemüse und Obst versorgen Sie reichlich mit Nährstoffen, Ballaststoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen.
  • Milch und Milchprodukte liefern gut verfügbares Protein, Vitamin B2 und Calcium.
  • Pflanzliche Öle liefern lebensnotwendige Fettsäuren und Vitamin E.
  • Fleisch enthält gut verfügbares Eisen sowie Selen und Zink.
  • Seefisch versorgt Sie mit Jod und fetter Fisch mit wichtigen Omega-3-Fettsäuren.

Empfehlenswert sind hier die See- oder Kaltwasserfische wie Makrele, Hering, Lachs und Sardinen, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind und somit eine entzündungshemmende Wirkung haben. Entzündungsfördernd sind dagegen Omega-6-Fettsäuren, zu denen auch die Arachidonsäure zählt. Sie ist reichlich in tierischen Fetten und damit nicht nur im Fleisch, sondern auch in Sahne, Butter und Eiern enthalten und sollte deswegen nur in Maßen verzehrt werden. Auch übermäßiges eigenes Körperfett, v. a. am Bauch, triggert den Entzündungsprozess. Und da die Beschwerden mit dem „Zuviel“ an Körpergewicht zunehmen, können Übergewichtige durch Gewichtsreduktion zur Linderung Ihrer Beschwerden beitragen.

Gerichte mit vergleichsweise wenigen Kalorien bestehen aus:

  • viel Wasser
  • viel Obst und Gemüse
  • fettarm zubereiteten Beilagen, die lange satt machen (Kartoffeln, (Vollkorn-)Nudeln, (Natur-)Reis usw.)
  • magerem Fleisch, magerer Wurst und Fisch

Zuckergesüßte Lebensmittel sind meist nährstoffarm und enthalten unnötige Kalorien. Daher sollten Sie Zucker möglichst vermeiden oder nur in geringen Maßen genießen. Vergessen Sie auch nicht ausreichend zu trinken: jeden Tag mindestens 1,5 Liter Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee.

Führen Sie ein Ernährungstagebuch

Um ernährungsbedingten Auslösern für eine Verschlechterung des Hautbildes auf die Spur zu kommen, kann ein Ernährungstagebuch hilfreich sein. So finden Sie heraus, was Ihnen gut tut und was Sie eher nicht vertragen.


Sport & Bewegung PSO

Bewegen Sie sich ausreichend1-4

Sport und Bewegung sind trotz Psoriasis wichtig – Sie müssen und sollten darauf daher nicht verzichten. Beides hilft Stress abzubauen, der ein möglicher Auslöser von Psoriasis oder von Erkrankungsschüben sein kann.

Diese Sportarten helfen gegen Stress:

Nordic Walking ist ein moderates Ausdauertraining in der Natur und an der frischen Luft. Es stärkt Ihr Immunsystem, baut Stress ab und wirkt entspannend für Körper und Geist.

Wandern – gemeinsam aktiv sein
Durch Wandern bzw. spazieren stärken Sie Ihre Fitness und tanken dabei frische Luft. Für viele ist Wandern mit der Familie oder Freunden die beste Art vom Alltagsstress abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen.

Yoga – kräftigend und entspannend
Durch Yoga werden Ihre Muskeln gekräftigt, Verspannungen gelöst und die Körperhaltung verbessert. Auch können die Übungen Ihnen helfen Körper und Geist wieder zu vereinen und Stress abzubauen.

Meditation – für Ruhe und Gelassenheit
Meditation ist eine wirksame Entspannungstechnik. Sie kann Ihnen helfen im stressigen Alltag den Kopf wieder freizubekommen und Ihr Stresslevel zu mindern.

Auch andere Sportarten, wie Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Tanzen sind für Psoriatiker geeignet um Stress abzubauen. Probieren Sie aus, welche Sportart Ihrem Körper und Ihrer Erkrankung gut tut und Ihnen dabei viel Spaß bereitet. Selbst Leistungssport ist möglich, wenn er Ihnen gut tut. Vorsichtig sollten Sie jedoch bei Sportarten sein, bei denen es etwas härter zugehen kann und Hautverletzungen die Folge sein können (z. B. Fußball). Oftmals hilft es bereits, den Alltag durch kleine Veränderungen aktiver zu gestalten.

Mögliche Bewegungstipps:

  • Zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit gehen/fahren
  • Regelmäßige Spaziergänge, in der Mittagspause oder zum Ausklang des Tages, durchführen
  • Treppen laufen statt Aufzug oder Rolltreppe nehmen
  • Kleine Einkäufe zu Fuß erledigen

Allgemeine Tipps bei Sport und Bewegung:

  • Schutz vor UV-Licht durch dunkle Sportkleidung oder geeignete Sonnencreme
  • Wegen der Schweißbildung vor dem Sport abschminken

Psoriasis & Psyche PSO

In der Ruhe liegt die Kraft1-2

Psoriasis (Schuppenflechte) und Psyche wirken aufeinander ein. Psychischer Stress spielt bei Psoriasis zweifellos eine sehr große Rolle und kann oftmals Auslöser eines erneuten Schubes sein. Und ein erneutes Aufflammen der Symptome bedeutet wiederum psychischer Stress – ein Teufelskreis, aus dem es auszubrechen gilt.

Die Frage ist nur wie, wenn sich alles um die Erkrankung dreht?

Sicherlich gehört eine große Portion Mut dazu, fremde Blicke zu ignorieren oder Mitmenschen direkt anzusprechen und ihnen die Krankheit zu erklären. Vergessen Sie nicht, dass die meisten Reaktionen der Mitmenschen aus reinem Unwissen über die Erkrankung resultieren. Tragen Sie aktiv dazu bei, Ihr Umfeld aufzuklären – Sie werden sehen, dass sowohl Sie als auch Ihre Mitmenschen davon profitieren werden. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Psyche unter Psoriasis leidet und die Erkrankung beginnt, Ihr Leben und Ihren Alltag zu bestimmen, sollten Sie Hilfe durch psychologische Beratung oder Selbsthilfegruppen in Anspruch nehmen.

Oftmals reicht auch ein Austausch unter Freunden oder anderen Betroffenen, um das Selbstbewusstsein wieder zu stärken.

Bewältigen Sie stressige Situationen, z. B. durch:

  • ausreichenden Schlaf,
  • den Austausch mit anderen Betroffenen, ob nun in Selbsthilfegruppen oder auch in Internet-Foren,
  • Entspannungsmethoden wie die progressive Muskelentspannung nach Edmund Jacobson,
  • Meditation, sie gilt in östlichen Kulturen schon lange als zentrale Entspannungsmethode.

Reisen PSO

Ihr nächster Urlaub steht vor der Tür und Sie möchten verreisen?1

Lassen Sie sich nicht aufhalten! Besonders geeignet ist ein Urlaub in warmen, trockenen Regionen, wie am Mittelmeer oder an der Ostsee. Sonne und Salzwasser können sich dabei positiv auf Ihre Haut auswirken.


Je besser vorbereitet Sie in den nächsten Urlaub gehen, desto entspannter können Sie Ihre Reisen auch genießen:

  • Urlaubspläne am besten auch mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen
  • Reiseversicherung fürs Ausland abschließen
  • Falls Sie eine Schutzimpfung benötigen: Reiseschutzimpfungen basieren teilweise aus abgeschwächten Lebendimpfstoffen, die unter Umständen nicht bei Anwendung einer systemischen Behandlung erfolgen dürfen. Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt
  • Denken Sie rechtzeitig an die Verschreibung ausreichender Medikamente
  • Manche Medikamente haben besondere Lagerungsvorschriften und müssen z. B. kontinuierlich gekühlt werden
  • Nehmen Sie stets Ihre Krankenversicherungskarte mit
  • Sonnenschutzmittel und Kopfbedeckung nicht vergessen

Beruf PSO

Weit gekommen! Trotz Psoriasis1

Haben Sie Ihre Psoriasis-Erkrankung bereits erfolgreich in den Alltag integriert? Ob bei der Berufswahl oder im Joballtag gilt: Mit wenigen Einschränkungen ist auch mit Psoriasis vieles möglich. Achten Sie vor allem auf ausreichenden Hautschutz und vermeiden Sie den Umgang mit Chemikalien und Feuchtigkeit.

Das offene Gespräch mit Kollegen und Arbeitgeber liegt natürlich ganz in Ihrer Entscheidung. Oft schafft es ein besseres Verständnis, erleichtert die Zusammenarbeit und reduziert so Ihr Stresslevel. Überlegen Sie am besten vorher, wem Sie sich am ehesten anvertrauen und wie Sie das Gespräch beginnen möchten. Vielleicht spielen Sie eine solche Unterhaltung vorab mit Angehörigen durch – das gibt mehr Sicherheit.


Partnerschaft & Liebe PSO

Lieben und geliebt werden1-4

In Bezug auf Liebe und Partnerschaft bei Psoriasis (Schuppenflechte) gilt: Gehen Sie mit Ihrer Erkrankung selbstbewusst und offen um. Denken Sie stets positiv. Das hilft jedem Menschen – in allen Lebenslagen. Damit ist die Basis für einen vertrauensvollen Umgang in der Partnerschaft bei Psoriasis geschaffen.

Für Personen, die Sie kennen oder lieben lernen, sollte Ihre Erkrankung kein Geheimnis sein. Wenn Sie offen darüber sprechen, geben Sie Ihrem Partner die Chance, sich auf Ihre Situation einstellen zu können.

Psoriasis im Intimbereich stellt immer eine besondere Belastung dar. Sie kann als so schmerzhaft und störend empfunden werden, dass für die Betroffenen Sexualität kaum noch möglich ist.

Aber auch das Schamgefühl und die Angst vor dem Unverständnis des Partners können dazu führen, dass Betroffene sexuelle Beziehungen vermeiden. Daher bedeutet die Psoriasis im Genitalbereich häufig eine starke Einschränkung der Lebensqualität.
Auch wenn es Ihnen vielleicht schwer fällt, ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem behandelnden Arzt darüber sprechen
und die Verbesserung Ihrer Lebensqualität ein Ziel Ihrer Behandlung wird.

Eine Berührung der verdickten und entzündeten Hautstellen kann als unangenehm empfunden werden. Daher verspüren Betroffene oftmals keine Lust auf Berührungen und den Austausch körperlicher Zärtlichkeiten. Seien Sie auch hier offen zu Ihrem Partner – Verbundenheit und Nähe kann auch anders erfolgen.

Auch wenn Sie in keiner Partnerschaft sind, kann Ihnen eine feste Umarmung von Freunden oder der Familie dabei helfen, wieder Kraft zu tanken. Sprechen Sie mit Ihren Liebsten offen über Ihre Psoriasis und holen Sie sich Stärkung für Ihr Selbstwertgefühl.

Lesen sie dazu mehr in der Rubrik In der Ruhe liegt die Kraft.