Die Psoriasis-Arthritis, auch Schuppenflechtenarthritis oder kurz PsA genannt, ist eine entzündliche Erkrankung der Gelenke, die häufig in Verbindung mit einer Schuppenflechte (Psoriasis) der Haut oder der Nägel (Nagelpsoriasis) auftaucht.

Welcher Arzt stellt die Diagnose?

Rund 30% der Schuppenflechte-Patienten entwickelt auch eine Psoriasis-Arthritis.1 Ist ein Mensch bereits an der Psoriasis erkrankt, hat ggf. eine Nagel-Beteiligung und kommen Gelenkbeschwerden hinzu, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Psoriasis-Arthritis (siehe auch Psoriasis-Arthritis Symptome). Während die Schuppenflechte für gewöhnlich beim Hautarzt (Dermatologen) diagnostiziert und behandelt wird, sollten Sie bei einer Gelenkbeteiligung einen Rheumatologen aufsuchen.

 

Diagnose-Verfahren

Ärztin mit KlemmbrettDie Diagnostik umfasst meist eine körperliche Untersuchung und Befragung (Anamnese), Blutuntersuchungen (Rheumafaktor, Harnsäure, CRP, BSG) und ggf. bildgebende Verfahren wir Röntgen, CT oder MRT.

Anamnese

Der Rheumatologe wird zuerst nach der Krankengeschichte des Patienten fragen. Auch wird ihn interessieren, ob in der Familie rheumatische Erkrankungen oder Fälle von Psoriasis vorkommen. Eine eingehende körperliche Untersuchung (z. B. auf etwaige Bewegungseinschränkungen und die Druck-/Schmerzempfindlichkeit von Gelenken) schließt sich an. Besteht im Vorfeld noch keine Psoriasis, gestaltet sich die Diagnose etwas schwieriger. Bei der körperlichen Untersuchung wird der Arzt deshalb eingehend auf diesbezügliche Hinweise achten.

Gewebeproben

Eine Blutentnahme kann zusätzlich Aufschluss geben, um welche Gelenkerkrankung es sich handelt. Laborwerte wie C-reaktives Protein, Harnsäure, Rheumafaktor und Blutsenkung können – müssen jedoch nicht immer zwingend – einen möglichen Entzündungsvorgang anzeigen. Die Blutwerte bei der Psoriasis-Arthritis sind jedoch i. d. R. nicht aussagekräftig, weil sie keine, oder nur geringfügige Auffälligkeiten dokumentieren. So kann es für die Sicherung der Diagnose erforderlich sein, dass der Arzt auch Hautproben und Gelenkflüssigkeit entnimmt.

Bildgebende Verfahren

Bildgebende Verfahren (Röntgen, Röntgen-CT, MRT, Ultraschall, Skelettszintigrafie) können bereits bestehende Veränderungen an den Gelenken bzw. auch die Entzündungen selbst sichtbar machen.

 

Abgrenzung zur Rheumatoiden Arthritis (RA)

Abzugrenzen von der Psoriasis-Arthritis (PsA) ist die Rheumatoide Arthritis (RA). Die RA ist eine Rheuma-Art, bei der eine chronische Gelenkentzündung (Arthritis = Gelenkentzündung) vorliegt, die meist an beiden Körperhälften gleichzeitig auftritt. Sie kann im Allgemeinen in Bildgebungsverfahren und im Blut mittels Rheumafaktor und Entzündungsmarker nachgewiesen werden.

Eine Psoriasis-Arthritis liegt vor, wenn folgende Faktoren vorliegen:

  • Entzündung der Gelenke
  • und/oder der Wirbelsäule
  • und/oder der Sehnenansätze
  • und ein Wert von mind. 3 Punkten bei den folgenden Kriterien nach CASPAR vorliegt:

Bekannte Psoriasis (selbst 2 Punkte / in der Familie 1 Punkt)
Nagel-Psoriasis (1 Punkt)
Rheumafaktor negativ (1 Punkt)
Wurstfinger (Daktylitis) (1 Punkt)
Radiologische Knochenveränderungen (1 Punkt)

Für die Psoriasis-Arthritis gibt es unterschiedliche Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten. Erfahren Sie mehr unter „Schuppenflechte Behandlung“.