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Aktiv leben

Ernährung
bei Psoriasis-Arthritis

Ausgewogen und bewusst genießen1-4

Die richtige Ernährung bei Psoriasis-Arthritis gibt Ihnen neben Sport und Bewegung eine weitere Möglichkeit, die Therapie Ihrer Erkrankung ganz bewusst zu unterstützen.

Doch was versteht man unter „richtiger Ernährung“? Eine einfache Antwort, die für jeden passt, gibt es darauf nicht. Vielmehr geht es darum, Ihren Speiseplan bewusst mit einer gesunden, ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung zu gestalten.

Für Ihre Psoriasis-Arthritis sollten sich die Nährstoffe im Essen auch positiv auf die Entzündungen der Gelenke auswirken. Tatsächlich gibt es Lebensmittel, die entzündungshemmende Eigenschaften haben und somit Ihr Krankheitsbild verbessern können. In der folgenden Übersicht sehen Sie, welche Lebensmittel reich an welchen Nährstoffen sind:

Omega-3-Fettsäuren

  • Fisch aus anerkannt nachhaltiger Herkunft, z. B. Lachs, Makrele, Hering
  • Pflanzliche Öle, z. B. Rapsöl, Walnussöl, Sojaöl

Antioxidantien:

Carotinoide

  • Eier
  • Gemüse, z. B. Karotten, Tomaten, Paprika, Spinat, Grünkohl
  • Obst, z. B. Aprikosen, Melonen

Vitamin C

  • Paprika, grünes Gemüse, Erdbeeren, etc.

Vitamin E

  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Gemüse, z. B. Paprika, Zucchini, Tomaten
  • Fette und Öle, z. B. Olivenöl, Rapsöl

Polyphenolische Antioxidantien
(Resveratol und Flavonoide)

  • Tee, Tofu, Oregano, Zimt, etc.

Grundsätzlich versorgen Sie Obst und Gemüse reichlich mit Nährstoffen, Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen – hier gilt die Regel „5 am Tag“. Davon sollten 3 Portionen Gemüse sein und 2 Obst. 1 Portion entspricht dabei etwa Ihrer eigenen Hand.

Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Käse liefern:

  • gut verfügbares Protein,
  • Vitamin B2,
  • Calcium.

Besonders eine ausreichende Zufuhr von Calcium ist für Psoriasis-Arthritis und Psoriasis (Schuppenflechte) – Patienten besonders wichtig. Falls Sie Milchprodukte nicht vertragen oder vegan leben, sollten Sie auf alternative Calciumlieferanten zurückgreifen wie z. B. calciumreiches Mineralwasser oder Gemüse wie Brokkoli und Grünkohl. Auch Nüsse versorgen Sie mit viel wertvollem Calcium.

Getreideprodukte sind ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der vollwertigen Ernährung. Speziell in der Vollkornvariante enthalten sie mehr Nährstoffe als Weißmehlprodukte und sind reich an

  • Ballaststoffen,
  • Vitaminen und
  • Mineralstoffen.

Eiweißlieferanten wie Fleisch und Eier enthalten zwar lebensnotwendige Mineralstoffe (Eisen, Selen und Zink) und wertvolle Fettsäuren, dennoch empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. einen zurückhaltenden Verzehr. Denn Fleisch und insbesondere Wurst enthalten auch ungünstige Inhaltsstoffe, wie etwa entzündungsfördernde Arachidonsäure.

Auch übermäßiges eigenes Körperfett, v. a. am Bauch, triggert Entzündungsprozesse und übt zusätzlichen Druck auf schmerzende Gelenke aus. So können Beschwerden oftmals schon durch Gewichtsreduktion gelindert werden.

Zuckergesüßte Lebensmittel sind meist nährstoffarm und enthalten unnötige Kalorien. Daher sollten Sie Zucker möglichst vermeiden oder nur in geringen Maßen genießen. Versuchen Sie doch mal, Ihren täglichen Kaffee oder Tee mit weniger Zucker zu süßen – verringern Sie die Menge jeden Tag ein bisschen. Sie werden sehen: Ihr Geschmackssinn wird sich daran gewöhnen und Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Vergessen Sie auch nicht ausreichend zu trinken: jeden Tag mindestens 1,5 Liter Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee.

Führen Sie ein Ernährungstagebuch

Welche Lebensmittel tun mir gut und auf welche reagiere ich mit einer Verschlechterung meiner Symptome? Beantworten Sie sich diese Frage ganz einfach mit Ihrem persönlichen Ernährungstagebuch.

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Referenzen:
1 DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.): https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/ Aufgerufen am 29.06.2020. 2 Qadim HH et al., Pak J, Biol Sci 2013; 16(6): S. 291-4.  3 Ford AR et al., JAMA dermatology, 2018, 154. Jg., Nr. 8: S. 934-950.  4 Budu-Aggrey et al., PLoS medicine, 2019, 16(1): S. e1002739