Mögliche Belastung für Beziehungen

Wer Schuppenflechte hat, hat nicht automatisch mehr Beziehungsprobleme als Menschen mit gesunder Haut. Dennoch fühlen sich Schuppenflechte- und Psoriasis Arthritis-Patienten häufig unwohl in ihrer Haut. Dies kann zu einer Belastungsprobe für eine Beziehung werden. Besonders das Thema Psoriasis und Sexualität ist vielen Erkrankten unangenehm.

Psoriasis und körperliche Nähe

Patienten mit Schuppenflechte fühlen sich aufgrund der Hautausschläge oft unwohl und meiden deshalb körperliche Nähe zu ihrem Partner. Dies kann die Partnerschaft und Sexualität belasten. Wissen Partner von Psoriasis-Patienten allerdings über die Krankheit und ihre Symptome (siehe Schuppenflechte Symptome) Bescheid, ist die Krankheit für den Partner besser einzuschätzen und die Beziehung wird entlastet. Sprechen Sie also offen an, was Sie beschäftigt und beziehen Sie Ihren Partner mit ein, anstatt sich wortlos zurückzuziehen.

Auch Patienten mit Psoriasis-Arthritis sollten das Gespräch in der Partnerschaft suchen. Haben Sie Schmerzen und können aus diesem Grund nicht so viel Nähe zulassen, kann Ihr Partner darauf Rücksicht nehmen. Nur wenn er den Grund für Ihr Verhalten kennt, kann er Verständnis für Sie aufbringen. Offenheit schafft nicht nur Missverständnisse aus dem Weg, sondern kann darüber hinaus Ihre Beziehung und das gegenseitige Vertrauen stärken.

 

Keine Ansteckungsgefahr!

Psoriasis ist keine ansteckende Krankheit, weshalb Geschlechtsverkehr ohne weiteres möglich ist, auch wenn viele Patienten sich durch die Beschwerden eingeschränkt fühlen. In der Kennenlernphase ist Offenheit und Aufklärung besonders wichtig. Erklären Sie Ihrem potenziellen Partner, dass Psoriasis eine chronisch-entzündliche Krankheit – wie zum Beispiel Rheuma – ist und keine Ansteckungsgefahr besteht.

 

Schuppenflechte im Genitalbereich

Besonders belastend für Psoriatiker und damit auch für die Partnerschaft ist Psoriasis im Genitalbereich. Bei dieser Erkrankungsform kommt es zwar nicht zu der bekannten Schuppenbildung, dennoch treten Hautrötungen, Brennen und Juckreiz auf. Diese Symptome sind für die Patienten besonders unangenehm und Schamgefühle schränken sie in ihrer Sexualität ein.

Leiden Sie unter Genital-Psoriasis, sollten Sie dies auch bei Ihrem Hautarzt ansprechen – auch wenn es Sie zunächst Überwindung kostet. Viele Patienten vermeiden aus Schamgefühl dieses Gespräch mit Ihrem Arzt. Allerdings ist gerade die Genital-Schuppenflechte gut behandelbar.

 

Hilfestellungen

Hemmungen, über die eigene Erkrankung zu sprechen, sind normal – hier können Selbsthilfegruppen – wie zum Beispiel http://psoriasis-selbsthilfe.org/ – oder auch Online-Foren – wie https://www.psoriasis-netz.de/community/ – eine große Hilfe sein.