Wenn die Seele nicht im Gleichgewicht ist

Schuppenflechte und Psoriasis-Arthritis sind Krankheitsbilder, die häufig mit Gemütsschwankungen einher gehen. Die Belastungen durch den Juckreiz, das gestörte Hautbild sowie Schmerzen wirken sich auch auf die Psyche aus. Seelische Entlastung bieten vor allem Entspannungsübungen, körperliche Bewegung und ein offenes Ohr von Freunden, Familie und Kollegen.

Zusammenhang zwischen Erkrankungsverlauf und Stimmung

Juckreiz, Brennen und schmerzhafte Hautrisse sowie rote Hautareale (Plaques)  mit silbrig-weiß glänzenden Schuppen: Die Symptome der Psoriasis (siehe auch Schuppenflechte Symptome) können die Psyche von Psoriatikern stark belasten.

Kommt auch noch eine Gelenkbeteiligung (Psoriasis-Arthritis) hinzu, leiden die Betroffenen unter anderem unter Gelenkschmerzen (siehe Psoriasis-Arthritis Symptome).

Ein akuter Krankheitsschub kann die Betroffenen nicht nur im Alltag einschränken, sondern auch die Psyche belasten und das Selbstbewusstsein stören. Symptomfreie Phasen der Krankheit lassen den Patienten aufatmen. Setzt die Schuppenflechte oder Psoriasis-Arthritis aber wieder ein, beginnt der Teufelskreis von Neuem.1

 

Tipps zur Stressbewältigung

Psychischer Stress kann zudem ein Trigger der Erkrankung sein und sie weiter verstärken (siehe Schuppenflechte durch Stress). Psoriasis-Patienten sollten daher möglichst Stress vermeiden und emotional stabil bleiben. Sind Sie ausgeglichen, verbessert sich in den vielen Fällen auch die Schuppenflechte. Mit den folgenden Tipps können Sie Stimmungsschwankungen entgegenwirken.

  • Patientenschulungen und Reha
    Lernen Sie, wie Sie mit Stress bestmöglich umgehen. Sprechen Sie Ihren Arzt an, ob eine Patientenschulung sich für Sie eignet. Auf Psoriasis spezialisierte Ärzte finden Sie zum Beispiel im PsoNet. Einige Krankenkassen bieten ensprechende Kurse zur Enstpannung an (Qi Gong, Autogenes Training, Yoga, progressive Muskelentspannung) oder fördern diese.  Eine andere Möglichkeit für Arbeitnehmer ist, eine -meist dreiwöchige – Rehabiliation bei der Rentenversicherung zu beantragen, um seine Arbeitsfähigkeit zu erhalten.2
  • Achtsamkeitstraining und Entspannungsübungen
    Bei der Achtsamkeitsmeditation geht es darum, aufmerksam mit den eigenen Gedanken, Gefühlen und vor allem dem Körper umzugehen. Patienten lernen, auf ihren Körper zu hören, entwickeln ein tieferes Verständnis für sich und ihre Krankheit und können so gestärkter und bewusster ihren Alltag bewältigen. Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung, Yoga, autogene Training oder  Qi Gong können im alltag helfenabzuschalten und sich etwas Gutes zu tun.3
  • Psychologische Hilfe
    Haben Sie mit Ängsten oder längeren Perioden von Niedergeschlagenheit zu kämpfen, sollten Sie sich Hilfe holen. Vertrauen Sie sich einer Bezugsperson oder Ihrem Arzt an. Eine Psychotherapie kann Sie dabei unterstützen, Ihren Alltag besser zu meistern, an Probleme anders heranzugehen, das Positive aus Situationen herauszuziehen oder auch das Selbstbewusstsein zu stärken.4
 

Infografik – Tipps zur Stressbewältigung

Weitere Informationen zum Thema “Tipps zur Stressbewältigung” finden Sie zusammengefasst in der folgenden Infografik:

Infografik Stimmungsschwankung

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Quellen

1 Niemeier, U. Stangier, U. Gieler: Hauterkrankungen: Psychologische Grundlagen und Behandlung. Hogrefe 2009
2 http://www.psoaktuell.com/archiv/heft16-1/sport-wirkt-entzuendunghemmend.htm
http://www.berliner-kurier.de/bei-neurodermitis-und-schuppenflechte–warum-richtige-entspannung-so-wichtig-ist-wenn-stress-unter-die-haut-geht-17614944
4 Ärzte Zeitung http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/haut-krankheiten/article/876269/dermatologie-studie-bestaetigt-haut-spiegel-seele.html