Schuppenflechte (Psoriasis)

Schuppenflechte (Psoriasis)

Alle Informationen im Überblick

Die Schuppenflechte oder Psoriasis zeigt sich vorwiegend an der Haut. Man weiß heute, dass es sich nicht um eine reine Hauterkrankung handelt, sondern um eine komplexe Entzündungserkrankung, deren Auswirkungen den ganzen Körper betreffen.

Wer erkrankt an Psoriasis?

In Deutschland sind circa 2,5 Prozent der Bevölkerung von einer Psoriasis betroffen (ca. 1,6 Millionen Menschen). Sie kann in jedem Lebensalter ausbrechen. In den meisten Fällen wird ihr Auftreten im Alter zwischen 15 und 25 Jahren (Frühtyp) oder ab 40 Jahren (Spättyp) registriert. Es erkranken daran ebenso viele Frauen wie Männer.

 

Ursachen

Die Schuppenflechte (Psoriasis) gehört zu den Autoimmunerkrankungen. Die Zellen in der Haut, die normalerweise der Abwehr von schädlichen Fremdkörpern (z. B. krankheitserregenden Keimen) dienen, reagieren aufgrund der fehlgeleiteten Immunabwehr auf eigentlich harmlose Reize. Zu diesen Auslösereizen, den sogenannten Triggern, zählen sowohl physische Faktoren, wie Verletzungen oder Infekte als auch psychische Faktoren, wie Stress. Erfahren Sie mehr unter Schuppenflechte Ursachen.

 

Symptome

Bei der Schuppenflechte reagieren die Hautzellen einerseits mit einer massiven Vermehrung, andererseits ist aber ihre Ausreifung gestört. Das führt zu einer großen Ansammlung teilweise unreifer Zellen in der oberen Hautschicht, wodurch sich diese verdickt und die nicht ausgereiften Keratinozyten abschuppt. Die meist ovalen Hautveränderungen werden Plaques genannt. Sie kennzeichnen sich durch Rötungen, Schuppung und Juckreiz, vor allem an Ellenbogen, Knie, Kopfhaut oder auch der Gesichtshaut. Wie Sie eine Schuppenflechte erkennen, erfahren Sie unter Schuppenflechte Symptome. Eine Psoriasis ist übrigens nicht ansteckend.

 

Diagnose

Normalerweise wird die Schuppenflechte von einem Hautarzt (Dermatologen) diagnostiziert und behandelt. Im Falle der Plaque Psoriasis (auch Psoriasis Vulgaris), welche lediglich die Haut betrifft, wird zunächst eine Patientenbefragung (Anamnese) durchgeführt, bei der auch eine familiäre Häufung abgeklärt wird. Mehr Informationen zu den möglichen Diagnoseverfahren erhalten Sie unter Schuppenflechte Diagnose.

 

Verlauf

Die Psoriasis verläuft in vielen Fällen schubweise. Zwischen den Schüben kann es lange symptomfreie Zeiten geben. Der Krankheitsverlauf hängt von vielen individuellen Faktoren ab und kann sich von Patient zu Patient stark unterscheiden. Jeder Patient entwickelt hierbei seine „eigene“ Psoriasis. Die Neigung, diese Erkrankung zu entwickeln, ist bei einem großen Teil der Patienten genetisch vererbt und nicht heilbar. Es gibt jedoch eine Reihe von Möglichkeiten, die Symptome zu mildern bzw. das Auftreten der Schübe zu verhindern. Dadurch kann ein großer Teil der Patienten ein Leben ohne Psoriasis führen.

 

Behandlung

Je nach Ausprägung und Schweregrad der Erkrankung kommen verschiedene Therapien zum Einsatz. Bei leichten Formen einer Schuppenflechte ist die lokale Anwendung von Salben oder Bädern mit Medikamenten möglich. Mittelschwere bis schwere Psoriasis-Formen müssen intensiver behandelt werden, um die Entzündung in die Schranken zu weisen. Dafür sind systemische Therapien in Form von Tabletten oder Spritzen bzw. Pens verfügbar. Erfahren Sie mehr unter Schuppenflechte Behandlung.

 

Schweregrade

Die Beurteilung des Schweregrades der Schuppenflechte (Plaque Psoriasis) richtet sich nach folgenden Kriterien / Scores:

  • PASI (Psoriasis Area and Severity Index): Beurteilung der Rötung, Schuppung und Dicke der Plaques sowie des Anteils der betroffenen Körperoberfläche durch einen Arzt
  • BSA (BodySurface Area): Wert zur Ausbreitung der Erkrankung auf der Körperoberfläche
  • DLQI (Dermatology Life Quality Index): Beeinträchtigung der Lebensqualität; Einschätzung durch den Patienten selbst mittels eines Fragebogens
leicht moderat/schwer
• PASI-Wert ≤ 10
• BSA ≤ 10 %
• DLQI ≤ 10
• PASI-Wert > 10
• BSA > 10 %
• DLQI > 10

Abb.: Einteilung des Schweregrads der PSO

 

Weitere Formen der Psoriasis

Obwohl sich die Psoriasis hauptsächlich an der Haut manifestiert, kann sie auch die Zehen- und Fußnägel (Nagelpsoriasis) sowie die Sehnen, Bänder und Gelenke betreffen (Psoriasis-Arthritis). Häufig wird sie von weiteren Leiden (z. B. von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Stoffwechselstörungen, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen) begleitet. Man geht davon aus, dass die Entzündungsprozesse, die die Psoriasis verursachen, auch die Entstehung der Begleiterkrankungen begünstigt.

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